Freitag, 19. Dezember 2014



















Herzlichen Glückwunsch, meine Damen und Herren. Dafür gibt es jeden Tag etwas auf die Fresse. Der Lebenlauf. Im Gymnasium teilweise mobben, und zwar in einem Fall so offen, dass auch andere demonstrativ wesentlich schlechtere Noten bekamen. Ein Jahr Wiederholung. Ein Kind aus dem Milieu herbeizaubern, das Abitur ging aufgrund guter Organisation und zum Glück sehr unterschiedlicher Lehrer dann doch noch. Danach jedoch leider der Studium-Abbruch. Offiziell wegen des Kindes. Aber im Milieu ist es natürlich auch viel schöner, die Gene sind gut zusammengemixt, für die Wir-Stimmung wird gesorgt, intime Informationen sichern das fragile Selbstwertgefühl. Was eine etwas andere Grundlage als ein Hochschul-Studium ist. Und nun freut sich meine Tochter allen Ernstes auf ihre Büro-Lehre im nächsten Jahr. Eingebettet in den entsprechenden Rahmen.
Im kurzen Gespräch mit einem Vater aus dem Bekanntenkreis erfuhr ich heute, dass dieser gar nicht mehr in der Wohngemeinschaft zu seinem Sohn vorgelassen wird. Mitgebrachtes und Gewünschtes sind bitte an der Haustür abzugeben! Um welche Form von Bearbeitung es sich da handelt, können wir dann von den Lippen ablesen. Und einer der klugen Kinder von damals hat gerade seinen Hauptschulabschluss nachgemacht. Toll! Viel zu tun. Allerorten.
Der pensionierte Herr mit dem weißen Regenschirm übrigens, der seine Kollegen in Uniform vor der Bäckerei im VW-Bus vor mir so kollegial verabschiedete, war leider sehr schnell weg. Zu schade. Ich wollte ihn doch fragen, ob es dem Auge trotz 3 Spritzen beim Arzt gut geht. Er äußerte da ja seine Bedenken. Ich hatte bei meinem Besuch heute jedenfalls volles Vertrauen in alle.