Sonntag, 15. Dezember 2013





















Ach Schatzi. Noch ein Mama-Phobiker, der seine Einstellung wirklich nur sehr schwer mit wohl gewählten Worten verbergen kann. Mama ist echt scheisse. Gelle? Vielleicht gehörte sie aber auch zu den Mamis, die wirklich nur das Beste für ihr süsses Püppchen wollen. So sagt sie jedenfalls. Und liefert einen dann ab bei den Erben von Richard Wagners Zuliefer-Fabriken für das Pascha-Paradies, damit sie beispielsweise besser in ausgesuchten Betten die 18er-Nummer abarbeiten kann. Dann ist solch eine seelische Krankheit wie die Mama-Phobie sozusagen eine natürliche Folge. Genau wie der Gang zum seelischen Ersatzteil-Reparierer mit garantiert neuer Kuschelgruppe im Pascha-Paradies. Wirtschaftsfaschisten waren schon immer sehr erfindungsreich, wenn es darum ging, neues Futter für ihre Maschinen zu produzieren. Und sei es, dass man einfach alles, was nicht dem eigenen Profit dient, umdichtet. Und Mütter als Glucken definiert, die weder billig noch willig sind. Oder ihnen möglichst in massenmedialer Inszenierung den Nazi-Stempel auf die Stirn drückt. Das lenkt dann auch so schön ab von den eigenen Mitteln und Methoden. Was für eine Aufgabe hatte da noch mal Eva Hermann? So. Sieg heil! Im extra eingezäunten Reservat.






Beitrag vom 9. April 2012, Stichwort "Weißer Terror": Dieses Thema passt sehr gut zum unten erwähnten weißen Helm auf dem Foto. Klaus Theweleit zeigt in seiner recht bekannten Studie "Männerphantasien" den frauenverachtenden und korpsgeilen Nazi. "Die Freikorps-Literatur des deutschen "Nachkriegs" 1918 bis 1923 ist für ihn ein Mittel, so etwas zu entwickeln wie eine Phänomenalogie der männlichen Wünsche und Ängste überhaupt. Der Faschismus erscheint als ein Endpunkt des Patriarchats."
Theweleit beschreibt den in seiner Männlichkeit bedrohten Faschisten, teilweise verdeckt oder offen schwul, der sich gegen alles sogenannte Verweichlichte und allzu Weibliche wendet, gegen die Idee des Miteinander und des Teilens, wie sie in matriarchalen Gesellschaften, aber auch im Urchristentum und im Kommunismus in seiner ursprünglichen Form gelebt werden. Auch der Jude gilt natürlich als Bedrohung, steht er doch einerseits für einen verweichlichten Intellekt, dieses Stereotyp fand bis in die heutige Zeit Einzug in die anthroposophischen Oberurseler Festspiele, andererseits bedroht der Jude durch seine alleinige Existenz das Elite-Bild des Faschisten als Herrenmensch der Welt, uralte christliche Stereotypen tun ihr Übriges.







Der ängstliche und daher nach außen gestählte Faschist sieht all' diese Faktoren als ureigene Bedrohung seines mühsam aufrechterhaltenen Männlichkeitsbildes und muss dagegen mit allen Mitteln vorgehen. Ein Beispiel:
Mit Unterstützung von Reichswehr- und rechtsradikalen Freikorps-Truppen versetzten bayerische und Berliner SPD-Regierung der kurz erblühenden Räterepublik 1919 den Todesstoß. Eine Räterepublik, wie sie am Ende des ersten Weltkriegs für einen Augenblick bestand und sofort mit Gewalt, Folter und Mord beendet wurde, ist ein politisches System, bei dem die Herrschaft von der Bevölkerung über direkt gewählte Räte ausgeübt wird. In einer Räterepublik sind die Wähler in Basiseinheiten organisiert, beispielsweise die Arbeiter eines Betriebes oder die Bewohner eines Bezirkes. Sie entsenden direkt die Räte als öffentliche Funktionsträger, die Gesetzgeber, Regierung und Gerichte in einem bilden.
Auch in afrikanischen, eher matriarchal organisierten Gesellschaften war es bis zur Okkupation insbesondere durch christliche aber auch islamische Kolonialisten üblich, die reiferen und lebenserfahrenen Frauen und Männer, Grossmütter vor allem, in Versammlungen zu senden, die dann für die Gemeinschaft Entscheidungen trafen. Durch Selbstversorgung oder Versorgung auf lokaler Ebene hatten diese Frauen auch eine wirtschaftliche Unabhängigkeit erreicht. Angebaut und gegessen wurde das, was vor Ort wächst. Zusammen mit den männlichen Pascha-Religionen wurden diese Strukturen zugunsten einer Monopolisierung in weltweite männliche Machtstrukturen Stück für Stück zerstört, die Verelendung weiter Teile der Weltbevölkerung, insbesondere von Frauen, wächst durch den Wirtschaftsfaschismus immer weiter. In diesem Zusammenhang: Vielen Dank für das erhellende Lebenswerk von Maria Mies.







Es gibt allerdings wieder verstärkt erfolgeiche Modelle der regionalen Vernetzung und Versorgung auf allen Kontinenten, die für eine gerechtere und gleichmässigere Verteilung von Einkommen, Wohlstand, Kultur und Bildung sorgen. Unsere Kolonialisten tun mit ihren Angriffskriegen und ihrer Korruption, derzeit ist verstärktes Angriffsziel das rohstoffreiche Afrika, alles dagegen, was in ihrer Macht steht.
Im Mai 1919 hatte sich das Modell einer Basisdemokratie an verschiedenen Orten durchgesetzt. Allerdings waren es fast ausschließlich Männer, die auch hier entschieden. Dann wurde München von sogenannten "Weißgardisten" eingenommen. Es folgte eine Woche von Mord und Totschlag mit Hunderten von Opfern ... Die Marodeure gingen mit zum Teil bestialischer Grausamkeit vor. Erich Mühsam erinnert sich an Erschießungen von spartakistischen Frauen im Gefängnis Stadelheim: "Dort haben die weißen Pelotons zu wiederholten Malen die ersten Schüsse auf die Geschlechtsteile der Frauen und Mädchen gezielt, in anderen Fällen die Exekution vollzogen, indem sie zuerst in die Beine, dann in den Unterleib schossen und sich an den Qualen der langsam verendenden Opfer weideten"."

























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