Dienstag, 5. November 2013




















Wenn Kunsthistorikerinnen quasseln:




"Dem mit einem elfenbeinfarbenen Eichenlaubfries auf blauem Grund versehenen Kieler Hauseingang kommt aufgrund der Motivauswahl eine besondere Bedeutung zu. Der Eiche wird in vielen Kulturen Härte, Unsterblichkeit und Dauerhaftigkeit nachgesagt, wohl Attribute, die sich der Hausbesitzer gern für sein Haus gewünscht hat. Hier erstreckt sich der Motivblock über sieben Fliesen, von denen jede einzelne eine Teilansicht eines Festons zeigt."




"Eine im Rapport verlegte Halbfliese, wohl mit heller lilienartiger Blüte, in dekorativem Rahmen, wird erst durch Aneinanderlegen vervollständigt, sodass sich eine durchgängige Abfolge ganzer Blüten ergibt. Damit ist ein Verlegen als Rapport notwendig.
Die Lilie als Symbol des Todes ist hier sicher nicht gemeint, schon eher die Erhabenheit und Pracht, mit der sie in Verbindung gebracht wird."





Aus: Birte Gaethke, Manuela Junghölter, Wo Mauerblumen blühen. Jugendstilfliesen in Kieler Hauseingängen.
























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