Sonntag, 24. November 2013





















Diese biblische Szene erinnert mich irgendwie an das Bild von gestern. Ach Wikipedia! Du kannst und willst offenbar deine Wurzeln nicht verbergen. Nicht wahr? Im übrigen finde ich es immer wieder interessant, wie Krieg, Armut, unendliches Leid und vor allem Hoffnungslosigkeit so schön zur Schau gestellt werden. Eine Künstlerin, die damit berühmt wurde, war beispielsweise Käthe Kollwitz, die auch leitende Positionen im Kunstbetrieb zu Beginn des 20. Jahrhunderts innehatte. Eines ihrer Werke wird noch heute in Berlin bei offiziellen Anlässen in Uniform beehrt. Von ihren Kolleginnen hingegen ist leider sehr wenig bekannt. Sie erhielten keinen Zugang zu offizieller Ausbildung und durften in extra eingerichteten Damen-Stätten den Pinsel schwingen, ihre Werke wurden gar nicht oder schlecht bezahlt, viele starben in Armut, manche im KZ, und der Nachlass wurde in Deutschland vernichtet. Diese Frauen bekommen jedoch dank engagierter internationaler Forschung langsam (wieder) den Stellenwert, den sie verdienen. Auch ihre Namen und Werke werde ich in den Blogs und auf Pinterest veröffentlichen. Es sind Namen wie Julie Wolfthorn. Oder Ida Gerhardi.
(Update: Sehe gerade, "Ida Gerhardi" kann über Ebay in Bergisch-Gladbach bestellt werden? Au ja! Das war klar. Und macht bestimmt Spass. Bitte mal massenhaft ausprobieren! *gg*. Und jetzt kommen noch mehr Titel von und über Ida Gerhardi. Schön!)
Und wenn Ihr dann auf der Straße mich und meinen nicht so ordentlichen dunklen Hut freundlich anlächelt, während das Ding neben Euch hörbar laut rotzt, dann gebt ihm doch einfach etwas Sagrotan ins Essen. So viel Sehnsucht nach klinisch reinem Weiss muss einfach mit aller ihm gebührenden Aufmerksamkeit belohnt werden.



























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