Dienstag, 2. April 2013




















Marit Rullmann: "In den letzten 20 Jahren – u.a. seit Erscheinen der „Philosophinnen“ – hat sich viel getan: Philosophinnen wurden wiederentdeckt und ihre Texte häufig erstmals ins Deutsche übersetzt. Deren häufig verschwiegene und unterdrückte Textgeschichte ist Thema der Geschlechterforschung an zahlreichen – zumeist – ausländischen Universitäten. Seit dem Jahr 2000 wandert die Ausstellung „Liebhaberinnen der Weisheit“ durch das In- und deutschsprachige Ausland. Dazu kommen Veranstaltungsreihen mit dem Jahresleitthema Philosophinnen, wie etwa in diesem Jahr in Bremerhaven (oder 2012 in Ahaus). In Geschlechtssensible Schulentwicklung MSW NRW, von 2006-2011 heißt es: „Geschlechtsspezifische Sozialisationsprozesse werden vor allem beeinflußt - durch die vermittelten Unterrichtsinhalte und Themen, - durch die verwendeten Schulbücher und Lehrmittel.“
Wieso hat nicht längst eine Welle der Empörung im Allgemeinen (und von Lehrkräften im Besonderen) die Schulbuchverlage erreicht? Verbunden mit der Forderung, endlich dem aktuellen Stand der (Frauen)Forschung Rechnung zu tragen und nicht nur Kenntnisse über die „Großen Männer“ der Philosophiegeschichte zu vermitteln?"






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Marit Rullmann