Donnerstag, 25. April 2013





















Lila Blumenkohl





Hortipendium (Das grüne Lexikon): "Farbiger Blumenkohl ist ernährungsphysiologisch wertvoller als der übliche, weiße Blumenkohl. Er ist jedoch in Deutschland am Markt nur selten anzutreffen. In Sizilien z.B. ist der violette Blumenkohl weit verbreitet und sehr beliebt. Viele Verbraucher in Mitteleuropa wissen nichts von den gesundheitlichen, geschmacklichen und die umweltrelevanten Vorteilen des farbigen Blumenkohls. So bekommen denn auch interessierte Anbauer in Deutschland schnell Absatzprobleme, wenn sie verstärkt den wertvollen, farbigen Blumnkohl anbauen bzw. vermarkten wollen. Farbige Blumenkohlsorten mit den typischen, gelbgrünen bzw. violetten “Köpfen” sind eng verwandt mit den ürsprünglichen Blumenkohlpflanzen. Wie die Geschichte der Blumenkohlzüchtung zeigt, hat man in den letzten Jahrhunderten, weltweit alles daran gesetzt, um einen möglichst weißen, karotinarmen (nicht gelbwerdenden) und anthozianfreien (nicht violett werdenden) Blumenkohl zu züchten. In neuerer Zeit bemühen sich die Blumenkohlzüchter in der ganzen Welt auch wieder darum ertragsichere, farbige Blumenkohlsorten anzubieten."




"Der Farbstoff, der die violette Farbe erzeugt (Anthozian), ist derselbe, der auch in roter Beete oder Rotkohl vorkommt. Und der ist bekanntlich wasserlöslich, was bedeutet, dass der Blumenkohl beim Kochen unschön graugrün verfärbt. Dünsten mit wenig Wasser, besser gleich im Dampf garen soll ein wenig helfen, zudem wird die Verwendung als Rohkost angeraten."