Dienstag, 23. April 2013




















April, April: "EU will Anbau von Obst und Gemüse in Gärten regulieren. Die Europäische Kommission will den Landwirten und Gärtnern in Zukunft die Verwendung von Einheits-Saatgut vorschreiben. Alte und seltene Sorten haben kaum Chancen auf eine Zulassung, ihr Anbau wird strafbar - auch wenn er im privaten Garten erfolgt."
Heute schon Obst genossen? Hier ein Rezept für Mangosahne (Aamphal - aus Maharashtra). Zubereitungszeit: 10 Minuten. Zutaten: 1 - 2 reife Mangos, 150 g Sahne, 3 TL Zucker, Mark von 1 Vanilleschote, 2 El gehackte Pistazienkerne. Die Mangos schälen und die Frucht vom Stein schneiden. Im Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren. Die Sahne mit dem Zucker und Vanillemark steif schlagen. Das Mangopüree vorsichtig unter die Sahne heben. 1 Std. zugedeckt kühl stellen. In Schälchen verteilen und mit den Pistazien betreuen.



Indische Mangos: Die Mangosaison beginnt in Indiens Westen und Norden Ende Mai, Anfang Juni. Die goldgelben, länglichen, hoch aromatischen Alphonso-Mangos sind der Spitzenreiter unter den über 300 Sorten, die es in Indien gibt. Man findet diese Mangosorte manchmal auch hier zu Lande in Asienshops. Richtig reif schmecken sie honigsüß, duften intensiv, geben schon auf leichten Druck weich nach und zergehen auf der Zunge - dann sind sie ideal für dieses Dessert. Ersatzweise bekommt man auch Alphonso-Mangos als Mangopüree in Dosen; es ist den meist harten und eher säuerlichen Mangos aus dem Supermarktangebot vorzuziehen.




Aus: Tanja Dusy, Ronald Schenkel: Indien. Küche & Kultur












Update
Zitat:



"24.04.2013: Die EU-Kommission weist Medienberichte über Regulierungspläne für den Obst- und Gemüseanbau in Hobbygärten zurück.

Privatgärtner können auch in Zukunft ihr Saatgut wie bisher verwenden. Sie sind von den neuen Regelungen zur Tier- und Pflanzengesundheit, die die Kommission Anfang Mai vorstellen wird, - entgegen anderslautenden Meldungen - nicht betroffen.

Die neuen Regeln gelten für ausschließlich professionelle Akteure, wie beispielsweise Landwirte oder Gartenbaubetriebe, die pflanzliches Saatgut erzeugen.

Für Kleinstunternehmen jedoch wird es Ausnahmen geben, um für sie die administrativen Hürden und Kosten zu minimieren. Die Anforderungen an sie bezüglich Kennzeichnung und Verpackung werden gering sein.

Auch für alte Sorten sollen schwächere Regeln gelten. Aus Transparenzgründen muss dieses Saatgut zwar auch registriert werden, allerdings in einfacher Form und auf der Grundlage von historischen Daten und praktischer Erfahrung. Tests sind nicht vorgesehen.

Die Annahme des Gesetzespaketes zur Tier- und Pflanzengesundheit ist für den 6. Mai geplant." (via)







Österreich:



"Weil die neue EU-Saatgutverordnung alte Sorten von Obst, Gemüse und Getreide gefährdet, fordert Minister Berlakovich "starke Verbesserungen". Der Bauernbund schreibt einen Brief an den zuständigen EU-Kommissar Borg.



... Ein wesentliches Entscheidungskriterium beim Zulassungsverfahren ist, dass die Pflanzen möglichst uniform sein sollten - was bei alten, nicht industrialisieren Sorten kaum möglich ist. "Seltene Sorten können diese Tests aus biologischen Gründen nicht bestehen und wären damit von der Weitergabe ausgeschlossen. Es handelt sich hier klar um eine unzulässige Diskriminierung", sagte Iga Niznik, Referentin bei Arche Noah. Gemeinsam mit Global 2000 warnt die Umweltschutzorganisation, dass viele seltene und alte Sorten aufgrund unüberwindbarer bürokratischer Hürden durch die Verordnung aussterben könnten. "Die Nutznießer sind wieder mal die Agrarkonzerne", kritisierte Global-2000-Agrarsprecherin Heidemarie Porstner.

Auch der Bauernbund zeigt sich angesichts der geplanten EU-Saatgutverordnung besorgt. In einem Brief an den zuständigen EU-Kommissar Tonio Borg fordern die Agrarvertreter vor "unbürokratische Regelungen". So soll "die Produktion und Verbreitung von alten Sorten und seltenen Varietäten von Saat- und Pflanzgut nicht durch unverhältnismäßige Überregulierung eingeschränkt und die Anstrengungen des österreichischen Agrarumweltprogramms nicht konterkariert werden", heißt es in dem Bauerbund-Brief an die EU-Kommission."