Freitag, 15. Februar 2013





















"Die Netzgemeinde" gegen Amazon? Ach ja? Wer denn genau? Das Lesen einer Zeitung ist mehr denn je die Kunst geworden, den Wahrheitsgehalt des Artikels nach Interessenlagen zu beurteilen. Im Kommentar-Bereich des Verlags-Hauses Dumont mit schwindendem Informations-Monopol aus dem Leben der anderen finden sich da wieder die Dummschwätzer: "Und die Innenstädte gehen auch zugrunde durch diesen Internet-Handel."
Die Innenstädte sind den Mietspekulationen und der Abzockerei des Grosskonzernkapitalismus in Zusammenarbeit mit der Milliarden-Industrie Medien und diversen Diensten zum Opfer gefallen. Man versucht, das Internet als Mittel der (Informations-)Vielfalt auszuschalten. Wieviele Miet-Objekte gehören der katholischen Kirche? Die Dumont-Passage in der Kölner Innenstadt hat übrigens den Charme eines betonierten Parkplatzes.
Es gibt in Köln keine bezahlbaren Gewerberäume, kleine und mittlere Gewerbetreibende, Handwerker sind platt gemacht worden. Dafür aber existieren in ausuferndem Rahmen dummschwätzende Medienblabla- und angrenzende Unternehmen aller Art. Sehr lukrativ ist zum Beispiel Pharma-Werbung. Und wer würde gerne weiter bestimmen, was Frauen tragen? Na? Wer denn? Dazu träumen zahlreiche AbiturientInnen und StudentInnen davon, ihren Hintern und das künstlich bearbeitete Gesicht vor die Kamera halten zu dürfen, ohne auch nur die geringste Vorstellung von Bildung und Kultur zu haben. Das Pascha-Paradies bildet sehr selektiv und nutzenorientiert.
Doch die Zeiten ändern sich. Zum Amazon-Fall siehe der Beitrag von gestern. In der Datenbank von Amazon sind sowohl Einzelhändler als auch Privatleute eingetragen, die ihre Bücher verkaufen. Natürlich nimmt Amazon dafür dann Provisionen.







P.S.



Och wie überraschend. Wie läuft es denn momentan so im Medien-Business?






Update 18.2.:



"Das Unternehmen kündigte nun die Zusammenarbeit mit dem umstrittenen Sicherheitsdienst Hensel European Security Services (H.E.S.S.) aus Kassel, wie süddeutsche.de berichtet."
"München. Der Internet-Versandhändler Amazon hat sich nach der Berichterstattung über den Umgang mit Leiharbeitern von einer Sicherheitsfirma getrennt. Amazon hat veranlasst, dass die Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst mit sofortiger Wirkung beendet werde. Das sagte eine Sprecherin in München. Amazon habe «eine Null-Toleranz-Grenze für Diskriminierung und Einschüchterung. In einer ARD-Dokumentation waren Mitarbeiter der Firma verdächtigt worden, Amazon-Leiharbeiter schikaniert zu haben und zudem aus dem rechtsradikalen Umfeld zu stammen." 





















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