Freitag, 16. November 2012


















Eine Krankheits-Diagnose kommt immer gut. Diese Kinder müssen krank sein. Wollten sie doch einfach nicht auf Kommando im Kollektiv einschlafen:





"Offenbar über Monate hinweg haben in der Einrichtung drei Erzieherinnen hyperaktive Kleinkinder zum Mittagsschlaf in Decken gewickelt "verpuppt", wie Kibisch sagt – und dann mit Bändern und Windeln darin "fixiert" ...
Ans Licht kam die Praxis durch eine Schülerin, die im Oktober ein Praktikum in der Kita absolvierte. Die Schülerin präsentierte an ihrer Schule Fotos der in Decken fixierten Kinder in einem Bericht über ihr Praktikum.
Auf die Hinweise der Schule habe die Kita sofort reagiert, die Erzieherinnen mit den Anschuldigungen konfrontiert – und ihnen noch am Mittwoch die Kündigung zugestellt, sagt die Leiterin der Einrichtung, Veronika Schneider. Kibisch berichtet, die Frauen hätten die Vorwürfe zunächst nicht abgestritten, schwiegen aber mittlerweile.
Auch wenn die Kinder offenbar keine körperlichen Schäden erlitten haben, hat die Volkssolidarität Schneider zufolge eine Selbstanzeige wegen Gefährdung des Kindeswohls beim Jugendamt eingereicht. Auch eine Strafanzeige gegen die Frauen sei am Freitag gestellt worden. Der Staatsanwaltschaft Gera ist allerdings der Eingang einer Anzeige noch nicht bekannt, wie ein Sprecher sagte.






Kibisch erläutert allerdings auch, dass sogenannte Verpuppen sei keineswegs unüblich: In Decken gewickelt sollen vor allem hyperaktive Kinder "sanft in den Schlaf finden". Die drei Erzieherinnen hätten ihre Schützlinge aber zusätzlich in den Decken festgebunden und alleine gelassen."




















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