Montag, 2. April 2012

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"sollen ganze Landstriche von Kleinunternehmen gesäubert werden, damit Investoren alles aufkaufen können für einen Appel und ein Ei?"




Sammellink ISLA. Auch die Ehrenstrasse in Köln ist zu einer Ansammlung von Marken-Filialisten mit überteuertem Zeug geworden. Kreative Kleinanbieter, Vielfalt und Qualität wurden durch Mietspekulation und Großkonzern-Strukturen vertrieben. Ein kleinerer Händler in einem anderen Viertel sagte mir vergangene Woche, sie hätten einen Laden in Dortmund, einen in Berlin, einen in Köln. Köln sei ein konservatives Pflaster. Er meinte das nicht sehr positiv. Gemeint war vielmehr, dass die Leute in Dortmund selbstbewusster und kreativer einkaufen. Und weniger auf glänzend herausgeputzten Marken-Schein achten, der bei genauerer Betrachtung doch überall gleich aussieht. Was teuerste Marketing-Kampagnen selbstverständlich übertünchen sollen. Großstadt-Ambiente? In mancher Kölner Boutique hat das modische "Fair-Trade-Bio-Bla" merkwürdigste Ausmasse entwickelt: "Wir bieten keine Kleidung mehr aus Hanf an, wir haben uns weiterentwickelt und verkaufen jetzt Bio-Fasern." Hahaha. Woran liegt es, dass der geschmacklose und vollkommen überteuerte Ramsch in Köln so überhand nimmt? Liegt es nicht auch an den Mafia-Strukturen in dieser Stadt, die dringend bearbeitet werden müssen? Wieviele Menschen hat man vertrieben aus diesem typischen Teil eines Pascha-Paradieses? Wieviele Existenzen wurden vernichtet, Leute mit guten Angebot verdrängt, weggemobbt? Warum ist es fast nicht mehr möglich, auf einem Markt einzukaufen mit offenen Sinnen, Gerüche voller Säcke von Gewürzen und Kräutern zu schnuppern, Kindern die Möglichkeit zu bieten, Obst und Gemüse probieren zu lassen von freundlichen Menschen? Muss ich erst in einen teuren Bio-Laden gehen, um Gewürze wie Chili, Kurkuma oder Curry zu kaufen? Es gibt so viele verschiedene Arten der Zubereitung von Curry. Jede riecht und schmeckt anders. Aber wie kann ich das durch Papier oder gar Plastik tun? Letzte Woche hat der kleine Luca auf einem Markt ein Stück saftige frische Ananas geschenkt bekommen. Das tut den Kindern so gut. Wer zerstört diese menschenfreundlichen Strukturen, wer sorgt dafür, dass diese erst gar nicht entstehen können?
Leute, Ihr habt jedes Recht der Welt auf Selbstverteidigung. Ihr habt das Recht, Eure Existenz effektiv zu verteidigen gegen Schmarotzer, die Euch versuchen zu vernichten. Ihr habt das Recht, Netzwerke zu bilden, Euch gemeinsam zu verteidigen gegen Söldner im Auftrag. Diese Söldner und Söldnerinnen werden überall eingesetzt. Sie zocken Ideen mit Tricks, Tarnung und Technik ab. Sie versuchen, andere hereinzulegen. Diese Söldner wissen um ihr hohes Berufsrisiko. Es ist Zeit, zu handeln. Zeit, die Kräfte zu sammeln. Pro Tag ein Exempel. Irgendwo auf der Welt bei unseren Herren und Damen Wirtschaftsfaschisten. Das wirkt wunderbar.



















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