Dienstag, 20. März 2012

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Der Sänger Bushido, der als Sohn von Migranten beworben wird und heute offiziell keine zutiefst frauenverachtenden Lieder mehr singt, ist vor kurzem vom Haus Burda (interner ISLA-Link) mit einem Bambi ausgezeichnet worden.
"Hubert Burda Media ist einer der größten Verlags- und Medienkonzerne Deutschlands, der auch auf dem internationalen Markt von Bedeutung ist. Die mehr als 7.000 Mitarbeiter der Unternehmensgruppe erwirtschafteten 2009 einen Außenumsatz von 1,6 Milliarden Euro. Davon entfielen 59,9 % auf das Zeitschriftengeschäft. Hauptstandorte sind Offenburg, München und Hamburg." (Der Wikipedia-Link enthält eine Liste der Zeitschriften, Radiosender, Onlinepräsentationen wie beispielsweise die Business-Plattform Xing.)
Welche Inhalte werden mit dem Begriff "Bushido" transportiert?
Das Hagakure (jap. 葉隠, wörtlich: Hinter den Blättern), auch als Ehrenkodex der Samurai bekannt, entstand zwischen 1710 und 1716 in Japan während der Edo-Periode.
... Das Hagakure umfasst elf Bände. Yamamoto Tsunetomo wollte diese nicht veröffentlichen, doch die verschiedenen Kopien, die im Umlauf waren, verbreiteten sich schnell, da die Botschaft des Hagakure auf Interesse stieß. Besonders in der Zeit, in der die Samurai oft nur noch Aristokraten waren, stieß Yamamoto Tsunetomos Schrift über Bushidō, den Geist des Kriegers, auf große Zustimmung in einer Gesellschaft, die sich selbst von der Dekadenz bedroht sah ...






Das Hagakure war nach dem Zweiten Weltkrieg gesellschaftlich diskreditiert. Insbesondere das berühmte Zitat „Bushido, der Weg des Samurai, so habe ich herausgefunden, liegt im Sterben” diente der Motivation von Kamikaze-Piloten.
Auch der Reichsführer-SS, Heinrich Himmler, war von der Samurai-Kultur angetan und versuchte Elemente dieser Weltanschauung in der SS zu verbreiten. Rudolf Jacobsen, Regimentskommandeur der Waffen-SS, gibt aus seinen Erinnerungen wieder, dass Himmler immer wieder „die japanische Tradition der Samurai“ hervorhob, wenn es um die Ausbildung der SS ging. Vor allem ist das Buch von Heinz Corazza mit dem Titel Die Samurai, Ritter des Reiches in Ehre und Treue zu nennen, welches Himmler in einer Auflage von 52.000 Exemplaren mit einem von ihm verfassten Vorwort an die SS-Männer verteilen ließ ...
Die Kunst des Krieges von Sunzi werden heute in Management-Seminaren ähnlich hoch gehandelt."







Hagakure - Das Buch des Samurai - Aus dem ersten Kapitel
Server der Universität Potsdam



















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