Montag, 20. Februar 2012

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Na isses denn die Möglichkeit. Es gibt solche. Und solche. 2010sdafrika wünscht dem evangelischen Pfarrer Gauck viel Erfolg bei seiner, nein, nicht Missionsarbeit, sondern natürlich nur der Kandidatur zum Bundespräsidenten. Und verlinkt auf diesen Eintrag, der mit den Worten schließt: "Die 2010sdafrika-Redaktion bedankt sich beim Bundespräsidialamt für die Zusendung von Publikationen und Bildmaterial."
Toll, so eine internationale Zusammenarbeit. Wer alles rechts in der Blogroll von 2010sdafrika steht. Ich hätte da auch noch ein paar passende Kochbücher zur südafrikanischen Küche.
Die Konkurrenz und Missionsarbeit unserer männlich dominanten Religionen ist auch in Afrika sehr gross. Da tut mann eben, was mann kann: "Die Gülen Bewegung ist im Bildungssektor in und außerhalb der Türkei sehr aktiv. Zum Beispiel betreiben Anhänger Gülens in vielen Afrikanischen Staaten Mittel- und Hochschulen."
So, und ein weiterer Blick in unsere massenmedialen Buchstaben-Welten lehrt uns alle wieder ein wenig über Meinungsmache in diesen munteren Zeiten. In der WELT druckt man ellenlange Kommentare zu Herrn Gauck von irgendwelchen Twitter-Accounts ab und beschreibt diese lustigen Zwerglis dann als "das Internet". Nee, wat ham wir uns da wieder alle amüsiert.
22.25 Uhr: Auch der SPIEGEL arbeitet jetzt hart am Image von Herrn Gauck. Thilo Sarrazin, Occupy, Vorratsdatendings. Sonst noch was? Weitere Fragen?






Herr Bosbach klingt gar nicht glücklich über die Art der Kandidatenaufstellung für das Amt des Bundespräsidenten. "Im Sender N24 sagte er: „Man sieht sich im Leben immer zweimal.“ Das Verhältnis zur FDP sei „jetzt etwas eingetrübt“."
Herr Rösler, was haben Sie nur getan? Vielleicht nicht genügend Kleingeld gehabt für die Freiheit? Teil 2? 4? 6? 7? Und wieviele jetzt noch? Und gedacht, von Gauck lernen heisst siegen lernen? Sozusagen Life Long Learning?
"Wohl aber habe Merkel deutlich gemacht, dass sie Gauck auf keinen Fall wolle, und als Argument genannt, er habe „nur ein Thema“. Gemeint war Gaucks Lebensthema, die Freiheit." Heil dir, deutsche Heimat.





Frau Ditfurth, das ist jetzt aber böse:



Die Soziologin und Mitbegründerin der Grünen Jutta Ditfurth bezeichnete Gauck als einen "Prediger für die verrohende Mittelschicht". Deutschlands politische Klasse habe sich des "lästig geworden kleinbürgerlichen, korrupten Aufsteigers" Wulff entledigt, "während die viel größeren Geschäftemacher der Parteien weiter ungestört ihren Interessen nachgehen können." Dass CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne Gauck gemeinsam aufstellen, verrate, "dass uns noch mehr Sozialstaatszerstörung, noch mehr Kriege und noch weniger Demokratie drohen. Einen wie ihn holt man, um den Leuten die Ohren vollzuquatschen."


















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