Dienstag, 13. Dezember 2011

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"Diese presserechtliche Auseinandersetzung hat einen hochpolitischen Hintergrund: die Kooperation von Bundesbürgern mit der chilenischen Militärdiktatur (1973-1990). Diese ist zwar nicht Gegenstand der Gerichtsverfahren, führte aber zu den beanstandeten Berichten. Die Colonia Dignidad verfügte über enge Beziehungen zum chilenischen Diktator Augusto Pinochet. Ihr abgelegenes Anwesen diente dem Geheimdienst DINA als Folterzentrum. In diesem Umfeld verging sich der Sekten-Chef Paul Schäfer an Kindern. Ein chilenisches Gericht wies ihm 25 Fälle nach und verurteilte ihn zu 20 Jahren Gefängnis. Sein Vize, der Leiter des sekteneigenen Krankenhauses, Hartmut Hopp, wurde zu fünf Jahren Haft wegen Beihilfe verurteilt. Bevor das Urteil rechtskräftig wurde, setzte sich der Arzt in die Bundesrepublik Deutschland ab. Da diese ihre Staatsbürger nicht ans Ausland ausliefert, befindet sich Hopp in Freiheit. Gegen ihn liegen Anzeigen vor; die Staatsanwaltschaft Krefeld ermittelt." (via)






Wikipedia: "Die Colonia Dignidad (spanisch für: Kolonie der Würde, offiziell „Sociedad Benefactora y Educacional Dignidad“ / „Gesellschaft für Wohltätigkeit und Erziehungsanstalt der Würde‘“, heute Villa Baviera / bayerisches Dorf) ist ein auslandsdeutsches, festungsartig ausgebautes Siedlungsareal in Chile. Es wurde durch die u.a. während der Pinochet-Diktatur begangenen Menschenrechtsverletzungen weltweit bekannt. Die Colonia Dignidad liegt ca. 400 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago de Chile in der Nähe der Orte Catillo und Parral in der VII. Region und umfasst ein Gebiet von 30.000 Hektar. Sie wurde 1961 von dem Deutschen Paul Schäfer gegründet. Gegen höchste offizielle deutsche Stellen (u.a. Regierungsvertreter und BND) kursieren erntszunehmende Beschuldigungen, die Machenschaften der Colonia bewusst geduldet und gefördert sowie gezielt vertuscht zu haben.[1][2]"






Siehe: "Chile will Tod von Allende aufklären"






"A Chilean judge indicted a former United States Navy officer on Tuesday in the killings of two United States citizens shortly after a 1973 military coup here.
The former naval officer, Capt. Ray E. Davis, was commander of the United States Military Group at the embassy here and is accused of providing Chilean military intelligence agents with information on the United States citizens Charles Horman and Frank Teruggi, who were detained in the aftermath of the coup led by Gen. Augusto Pinochet and were killed while in custody.
The ruling by the judge, Jorge Zepeda, draws heavily upon scores of United States government documents that were declassified in 1999 ...
A statement issued Tuesday by an embassy spokesman said the United States government “continues to support a thorough investigation into the Horman and Teruggi deaths in order to bring those responsible to justice.” It added that State Department policy precludes comment on “specific extradition matters.”"






"Solche Äußerungen stehen in jener Kontinuität, die Merkels Partei bereits an den Tag legte, als sie 1973 gemeinsam mit dem sozialdemokratischen Bundeskanzler Willy Brandt half, den Militärputsch gegen den chilenischen Präsidenten Salvador Allende vorzubereiten. Der SPD-Kanzler kappte die Entwicklungshilfe für Chile, die Allende dringend benötigte. Das begründete er mit der offiziellen Anerkennung der DDR durch die linke chilenische Regierung. Die bundesdeutsche Industrie boykottierte den Einkauf chilenischen Kupfers. Dadurch fiel der Kupfer-Preis, der Haupteinnahmequelle von Allendes Regierung. Während der US-amerikanische Geheimdienst CIA den Putsch gegen den verhaßten Sozialisten plante, schafften CDU-Bundestagsabgeordnete, wie Heinrich Gewandt, heimlich Gelder für die rechte Opposition nach Chile. Nach dem gelungenen Putsch an jenem 11. September 1973 hob Brandt die Sanktionen auf, und die CDU redete das Massaker an Tausenden von Chilenen schön. Die Putschisten verwandelten das Fußballstadion der chilenischen Hauptstadt in ein provisorisches Konzentrationslager, wo sie ihre Gegner folterten und ermordeten. Der CDU - Generalsekretär Bruno Heck besuchte das Folterzentrum und kommentierte die Zustände mit der Äußerung: "Das Leben im Stadion ist bei sonnigem Wetter recht angenehm"."
















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