Freitag, 18. November 2011

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"Die „Föderation der Demokratischen Türkischen Idealistenvereine in Deutschland“ lädt am Samstag ab 13 Uhr in die Essener Grugahalle ein."
Heisst: Die Grauen Wölfe, gute Freunde unserer deutschen Nazis, und straff geführt von Linken-Hassern aus aller Herren Länder, laden ein zur Front-Verstärkung. Na dann: Viel Vergnügen in Essen!





Update:


Erwartet werden ca. 7000 Teilnehmer. Und der Essener Integrationsrat wirkt kräftig mit. Mal sehen, wie bunt und vielfältig Essen in Wirklichkeit ist. Der CDU-Abgeordnete Olaf Lehne stellte zu dieser Vermietung eine Anfrage an die Landesregierung. In einer sogenannten "Kleinen Anfrage" haben zudem Ulla Jelpke und weiterere Mitglieder der Fraktion Die Linke am 19.10.2011 einen Fragenkatalog zum Thema "Türkische Rechtsextreme in der Bundsrepublik Deutschland gestellt". Und die Grünen verfassten eine Resolution: „In der Gruga-Halle darf es keine Platz für Rechtsextremisten geben."
So fordert das Schreiben, das sich an Oberbürgermeister Reinhard Paß (SPD) und die Geschäftsführung der Messe wendet, sie sollten alles versuchen, "um den Grauen Wölfen, die offiziell als "Förderation der Demokratischen Türkischen Idealistenvereine in Deutschland" firmieren, "keinerlei seriöse Bühne" zu bieten. Was folgte war eine hitzige Diskussion, an deren Ende die Resolution noch mit knapper Mehrheit verabschiedet wurde: Allerdings nur, weil die Ratsmitglieder, die als benannte Vertreter in dem Gremium sitzen, für sie stimmten. Die gewählten Vertreter der Migranten sprachen sich dagegen mehrheitlich gegen die Resolution aus: Acht Ja-Stimmen standen sechs Nein-Stimmen gegenüber. "Sechs Hände haben sich gegen die Integration erhoben", sagt der grüne Ratsherr Burak Copur.
Er sei fassungslos, dass die "Allianz der Essener Türken" geschlossen gegen die Resolution gestimmt habe; also auch der Vorsitzende des Integrationsrates Muhammet Balaban und sein Stellvertreter Mehmet Kekec. "Das Abstimmungsverhalten zeigt, dass der Integrationsrat unterwandert ist, er ist ein Hort der Grauen Wölfe". Copur sieht die weitere Arbeit des Rates mit Sorge, zumal Balaban und vier weitere Resolutionsgegner der Türkischen Allianz am Sonntag zur Wiederwahl anstünden. Von einer Unterwanderung des Rates mag die SPD-Ratsfrau Karla Brennecke-Roos nicht sprechen. Aber auch sie spricht von einer "erschreckenden Geschichte", die sie tief betroffen gemacht habe."
Stellt Essen sich quer?





Update:



Was ist denn das für eine Moderation? Die zeitweise offen sichtbaren und dann geblockten Kommentare, die ich gelesen habe, waren sehr gemässigt. Man gab zu bedenken, dass die Bewegung mit Schwerpunkten in Baden-Württemberg, dort gelten sie als besonders gut vernetzt und finanziert, Hessen, Bayern und NRW nicht verboten sei, daher eine offizielle Vermietung für Transparenz sorgen könne. Und warum wurde das gelöscht? (Update: Wieder da) Dann war da die Frage eines Kommentators, was faschistische Nationale in einem anderen Land als ihrem Traumland möchten. Und warum wurde gelöscht, dass man zum Beispiel Lichterketten organisieren könne gegen diese Veranstaltung?





Update:


Halloo Antifa? Jemand da?
"Die Verantwortlichen der Messe Essen sollen demnach vom polizeilichen Staatsschutz „grünes Licht“ für die Vergabe von Räumlichkeiten an die ultrarechte Bewegung erhalten haben."






Update:


"Blick nach rechts" nennt die Grauen Wölfe "Turk Faschos" und schreibt: "Um 11 Uhr trifft sich eine Aktivstengruppe am Cafe Nord in Essen." Der Klick von dort aus nach Indymedia allerdings verwirrt mich ein wenig. KEIN einziger Beitrag?
Und jetzt bin ich noch mehr verwirrt: Liegt es an meinem Bildschirm? Oder steht bei Antifa.de tatsächlich ebenfalls kein einziger Beitrag zur Versammlung der "Turk Faschos"? Bei der Google-Suche finde ich einen sogenannten versteckten Artikel bei Indymedia, den ich mir an meine Mail-Adresse senden lassen kann.





Update:


Hier heißt es um 19.28 in den Kommentaren:
Na, los, Linke!
von McCoy | #9
"In Wuppertal kriegen wir immer locker ein breites Bündnis von 83 Organisationen (2000Mann) zusammen, wenn es gegen das Dutzend rechte Skinhead-Hanseln geht, die in unserem Stadtteil Vohwinkel ihr Unwesen treiben. Da möchten wir doch mal gern sehen, ob der Ruhrpott bei 7.000 Faschisten nicht mindestens 100.000 Leute auf die Beine bringt! Oder macht ihr lieber nichts, weil ihr nicht als ausländerfeindlich gelten wollt?"














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