Samstag, 26. November 2011

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27. November 1978:


Im türkischen Teil Kurdistans wird am 27. November die PKK (Partiya Karkerên Kurdistan, Arbeiterpartei Kurdistans) gegründet. Abdullah Öcalan (Deckname «Apo», dt. «Onkel») übernimmt die Führung.
(ISLA-Datenbank "PKK")





"Auch wenn die PKK in dieser modernen Welt aus der marxistisch-leninistischen Ideologie hervorgegangen ist, liegen ihre Grundlagen doch in den sozialen und ökonomischen Bedingungen Kurdistans. Kurdistan ist ein Land, in dem in den 50er Jahren ein klassisches Unterdrückungssystem herrschte mit feudalen Verhältnissen im Agrarbereich. Die Entwicklung des Kapitalismus in der Türkei wirkte sich um 1950 auch bis Kurdistan aus, veränderte wie nicht anders zu erwarten die sozialen und ökonomischen Verhältnisse und erschütterte das Land. Aber mit der Entwicklung des Kapitalismus in Kurdistan wurden der Arbeiterklasse im Osten neue Tore geöffnet. In diesen Jahren gab die Kompradorenklasse in Kurdistan den Ton an. Sie wurde durch ihre Zusammenarbeit mit der Türkei geboren, handelte deshalb unterdrückerisch und antidemokratisch. Die kurdische Gesellschaft fiel durch Verrat, Mangel an Persönlichkeit und die Verleugnung ihrer Geschichte in die Hand fremder Besatzungskräfte, diese Abhängigkeit hielt auch in der Zeit der Republik weiter an. Gegen diese Unterdrückung und Verleugnung der kurdischen Geschichte führte die PKK ihre bewaffneten Aktionen gegen die Vertreter des Großgrundbesitzes aus."



"Nach dem 1993 vom damaligen Bundesinnenminister Manfred Kanther (CDU) ausgesprochenen Betätigungsverbots für die PKK und zahlreicher weiterer kurdischer Vereine sind Tausende Menschen wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz zu Geld- oder Haftstrafen verurteilt worden. Mehr als 100 kurdische Exilpolitiker wurden nach den Paragraphen 129 oder 129a StGB als angebliche Mitglieder einer »kriminellen« oder »terroristischen Vereinigung« verurteilt. Seit rund einem Jahr wird der Paragraph 129b zur Verfolgung herangezogen (Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland)."



http://independentsla.blogspot.com/2011/10/blog-post_975.html
"Graue Wölfe machen mobil - Türkische Faschisten demonstrieren bundesweit gegen kurdische Befreiungsbewegung ... In Köln hinderten Polizisten etwa 150 Graue Wölfe daran, ein kurdisches Kulturzentrum zu stürmen.
http://www.jungewelt.de/2011/10-25/022.php
Siehe dazu auch: "Etwa 150 türkische Rechtsextreme wollten am Sonntagnachmittag die Keupstraße stürmen und Fenster von Geschäften einschlagen. Dies verhinderte die Polizei mit einem Großaufgebot ... Nach einer Demonstration von rund 2000 türkischen Nationalisten kam es Sonntagabend in Berlin-Kreuzberg zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, als mehrere hundert Graue Wölfe einen kurdischen Verein stürmen wollten. Festgenommen wurden vor allem kurdische Jugendliche, die sich den Faschisten entgegengestellt hatten ... Während Redner heuchlerisch erklärten, »Türken und Kurden sind Brüder«, wurden zahlreiche Fahnen der faschistischen Grauen Wölfe gezeigt, die für Tausende Morde an Linken, Kurden und Aleviten in der Türkei verantwortlich sind."



Oktober 2011: "Bei den vom Erdbeben Betroffenen handelt es sich vor allem um Angehörige der kurdischen Minderheit. Van und Ercis, die beiden am schlimmsten zerstörten Orte, genauso wie die Dörfer im Hochland zwischen dem Van-See und der iranischen Grenze, sind sozusagen kurdisches Kernland."



"Ein Grossaufgebot der Berliner Polizei stürmte am Sonntag den 20. November 2011 eine Trauerfeier in den Räumlichkeiten des “Deutsch-Mesopotanischen Bildungszentrum” in der Friedrichstrasse 246 in Berlin. Mehrere dutzend Menschen hatten sich im kurdischen Verein zusammengefunden um ihre Trauer über den Verlust einer kurdischen Aktivistin auszudrücken deren Familie aus Berlin stammte und die Ende Oktober bei einem Chemiewaffenangriff der türkischen Armee ermordet wurde."
"Am 08. November besetzten gegen 15:00 Uhr rund 30 deutsche, türkische und kurdische AntimilitaristInnen die zentrale Geschäftsstelle des Düsseldorfer Rüstungskonzerns Rheinmetall. Die DemonstrantInnen konfrontierten die Mitarbeiter der Rheinmetall AG mit Fotos von Menschen, die erst vor wenigen Tagen mit Giftgas und Panzern durch die türkische Armee ermordet wurden. Auf Transparenten und mit Parolen vor und im Gebäude des Rüstungskonzerns forderten sie die Einstellung der Waffenproduktion und des Rüstungsexportes in die Türkei."
26.11.: Demo von Linken und Kurden eskaliert: Linke Gruppen hatten die Demonstration unter dem Motto "Staat und Nazis Hand in Hand? Gegen Faschismus und Polizeistaat!" angemeldet. Kurdische Demonstranten schlossen sich ihnen an. Die Kurden hatten zuerst eigenständig demonstrieren wollen. Dies war ihnen aber von der Polizei untersagt worden.
















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