Freitag, 18. November 2011

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Zur Umfeld-Information der Veranstaltung am Samstag in der Grugahalle Essen weitere Beiträge zum Thema Graue Wölfe und Milli Görüs:


Rechter Durchmarsch im "internationalen Referat" an der Uni-GHS-Essen - "Türkische Islamisten und Faschisten haben es wieder geschafft. Auch das zukünftige "Internationale" AStA-Referat der Uni GHS Essen wird von türkischen Rechten und Islamisten gebildet. Mit erheblicher, materieller und logistischer Unterstützung durch den in Essen zentralisierten Auslandsapparat des türkischen Staates hat es die islamistische Vereinigung ASV (Ausländische Studentenvereinigung) und die den faschistischen Grauen Wölfen nahestehende sog. "Multi Cultis" - Stu- dentenvereinigung am 26. Juni geschafft, das autonome "Internationale" AStA-Referat erneut unter ihre Kontrolle zu bekommen." Zitatende. Das Datum fehlt leider.





Und hier ein Zitat, dessen Inhalt den LeserInnen des Blogs bereits bekannt vorkommen wird. Das Zitat und der verlinkte Text stammen aus dem Buch: Graue Wölfe heulen wieder (Verlagslink, Text siehe unten). Türkische Faschisten und ihre Vernetzung in der BRD. Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Baskın Oran. Die 3. Auflage erscheint voraussichtlich im Februar 2012 (Amazon)



"Man darf heute nicht darüber staunen, daß sich viele Menschen nach dem Islam sehnten, denn der nur halbherzig laizistische Staat hat ihm den Boden bereitet. Während des Kalten Krieges entwickelte sich der Islam zur ideologischen Stütze des Kapitalismus und richtete sich gegen jeden politischen und gesellschaftlichen Fortschritt. Demirel, Menderes' Nachfolger, setzte konsequent die militanten Anhänger des Islams gegen die linke Bewegung ein, indem er die 'Gläubigen' öffentlich aufforderte, 'gegen die Ungläubigen zu kämpfen'. Mit der Begründung, daß der Islam am besten dazu geeignet sei, als Bollwerk der erstarkenden Linken in den 70er Jahren entgegenzutreten, wurde er als Gegenkraft zum Kommunismus und Sozialismus aufgebaut."




"Die faschistische türkische MHP (Partei der nationalistischen Bewegung) und ihre Jugendorganisation “Graue Wölfe” (Bozkurtlar) machen wieder von sich reden. Spätestens seit dem Brandanschlag von Solingen treten sie vermehrt öffentlich auf. In der Türkei werden sie schon seit längerer Zeit – verstärkt seit Anfang der 90er Jahre in Kurdistan – als Mitglieder der sogenannten Spezialeinheiten eingesetzt.
Parallel zu ihrer Entwicklung in der Türkei organisieren sie sich im Ausland, und hier vor allem in der BRD. Das dient nicht nur der finanziellen und logistischen Unterstützung, sondern auch der offiziellen Staatspolitik, die auf diese Weise regimekritische Menschen auch im Ausland verfolgen, bedrohen und ermorden (lassen) kann. Aus dieser Logistik heraus verstärken die “Grauen Wölfe” ihre Tätigkeiten auch in der BRD. Das vorliegende Buch beschreibt die Entwicklung des türkischen Nationalismus von der jungtürkischen ‘Revolution’ bis zum heutigen Tag. Es analysiert die Entstehungsbedingungen, und die Ziele der faschistischen türkischen Bewegung und beschreibt ihre Aktivitäten in der Türkei und der Bundesrepublik Deutschland.
Es ist das Ziel der Autoren, das wahre Gesicht des türkischen Nationalismus aufzuzeigen, und allen Interessierten Informationen zu geben, die für den Widerstand gegen den Nationalismus und Faschismus unerläßlich sind."





Und zur weiteren Einordnung noch einmal der Link auf den Beitrag über den türkischen Zweig von Gladio, er steht im unteren Teil des Postings. LeserInnen des Blogs wundern sich wahrscheinlich immer weniger, wieso autoritäre Psychogruppen aus wirtschaftsfaschistischen Organisationen auch Islamisten, faschistische Nationale und andere Fundamentalisten aus aller Herrn Länder trainieren. Wie ich vor längerer Zeit schon einmal schrieb: Nicht nur seminargeschulte Friseurinnen und andere HandwerkerInnen, DienstleisterInnen oder Esoterik-AnbieterInnen mit Trigger-Technik werden Stück für Stück enttarnt. Auch in Ministerien, Polizei, Diensten und anderen Behörden der Bundesrepublik gibt es viel zu tun. Das antrainierte Allmachtssyndrom und der asoziale Kapitalismus vertragen sich einfach nicht mit der (deutschen) Demokratie und einer sozialen Marktwirtschaft.
















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