Dienstag, 11. Oktober 2011

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Zum Trojaner-Business ein Update: DigiTask hat eine bewegte Vergangenheit:
"In der Online-Datenbank des "Supplements zum Amtsblatt der Europäischen Union" finden sich mehrere Aufträge, die deutsche Behörden an das Unternehmen DigiTask vergeben haben. So hat das Landeskriminalamt Baden-Württemberg DigiTask im Dezember 2007 damit beauftragt, für 1,2 Millionen Euro eine sogenannte TKÜ-Anwendung zu liefern - also eine Komponente der Telekommunikationsüberwachung. Außerdem sollte DigiTask als Dienstleister beim Aufbau eines kompletten Überwachungssystems für die Polizei des Landes Baden-Württemberg helfen und später Wartungsaufträge übernehmen.
... Im Jahr 2002 wurde der damalige Geschäftsführer und Firmeninhaber vom Landgericht Köln zu 21 Monaten Bewährungsstrafe und einer Geldbuße von 1,5 Millionen Euro verurteilt. In dem Verfahren ging es um die jahrelange Bestechung von Beamten - ausgerechnet von Mitarbeitern des Zollkriminalamts Köln, die im Gegenzug die Firma bei Aufträgen bevorzugten. Der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtete damals, die Firma habe vom Zollkriminalamt zwischen 1994 und 1999 Aufträge im Wert von mehr als 22 Millionen Mark erhalten."




"Darf der Staat die Kontrolle über den Code eines Überwachungsprogramms dass tief in die Privatsphäre der Bürger eindringen kann, einer Privatfirma überlassen? Ja, meint zumindest das für das Zollkriminalamt zuständige Finanzministerium. „DigiTask ist die Firma, bei der der Zoll langjährig Software bestellt“, sagt Ministeriumssprecherin Silke Bruns."





"Wenn die Daten so tatsächlich über einen Proxy in den USA gegangen sind, dann haben die Verantwortlichen ein ganz großes Fass aufgemacht“, sagte Fischer. Denn damit hätten die Ermittler die ausgespähten Daten durch einen fremden Staat mit anderem Recht geleitet."

















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