Sonntag, 7. August 2011

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Holdenhof Mediathek:
Kirsten Vogel, Grenzverlust. Wie ein Psychokult entsteht.






Noch einmal dieser Beitrag mit dem Hinweis auf ein Buch aus der Holdenhof-Mediathek: Und als ganz kleines Schmankerl ein einziger Link aus den zahlreichen ISLA-Einträgen:
http://independentsla.blogspot.com/2010/09/blog-post_5368.html
"Nicht nur der sadistische Trieb, jemanden regelmässig nachts per Telefon und SMS wecken zu wollen, wenn er oder sie gerade einschläft, und, angesprochen auf einen dieser Dirty Tricks, welcher in historischer Kontinuität übrigens auch in KZs zur Machtdemonstration angewendet wurde, denjenigen als paranoid zu bezeichnen, verdient eine professionell therapeutische Behandlung. Der wahnhafte Zustand eines Zuhälters mit Spezialaufgabe ist heilbar. Einzelfall-Arbeit. Nachschub neutralisieren."
Dieses nur als dezenter Hinweis zu meiner Bemerkung, dass da jemand nicht nur zivilrechtlich bis zum Hals in der Scheisse steckt! Wohl zu sehr in gehirngewaschenen Allmachtsfantasien geschwelgt, um das Legen der Lunte zu hören. Nicht nur im religiös-militärischen Supermarkt Ehrenfeld ist es an der Zeit, das Angebot etwas zu erläutern. Die Politologin und Referentin für Extremismus, Antisemitismus und autoritäre Psychogruppen mag einfach keine falschen Frontgruppenführer. Was selbstverständlich beinhaltet, dass sie schlicht eine professionelle Abneigung nicht nur gegen angeschwulte und lügende Spitzel mit Fotzen-Auftrag hegt. Die weibliche Variante existiert selbstverständlich auch. Doch, streckenweise überkommt sie natürlich auch eine ganz kleine Portion Mitleid mit diesen Milieugeschädigten. Bis die Co-Autorin des ersten deutschen Blogger-Buches wieder daran denkt, wer da nicht nur in ihrer Biografie in maßloser Selbstüberschätzung allmächtig grinsend wirken wollte. Komisch, dabei war doch bereits bekannt, in welchem Fachgebiet sie arbeitet. Hier ein weiterer Titel, der zeigt, dass die Angebote immer niedrigschwellig sind und jede/r dort abgeholt wird, wo sie und er sich befindet.






"Pressenotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 01.07.2000
Eigentlich hatte die Autorin keine ernsthaften Probleme, weder beruflich noch privat, nur ab und zu schwere Migräneanfälle, – und so gerät sie in die Fänge einer Psychosekte. Für die Rezensentin Bärbel Schwertfeger ist alles, was die Protagonistin zunächst so normal wie möglich erscheinen lässt, von großer Wichtigkeit, denn Opfer von Psychosekten sind immer wieder die, die meinen, so etwas Absurdes würde ihnen nie passieren. Der Bericht von Kirsten Vogel, in dem sie ihre anfängliche Neugier, Faszination und ihren schließlichen Absturz in den totalen Identitätsverlust beschreibt, ist eine Fallstudie, die das "Strickmuster" solcher Sekten deutlich macht: Destabilisierung, Verhaltenskontrolle und Sprachregelungen lassen den "Meister" völlige Kontrolle über die Mitglieder gewinnen, ihre finanzielle, sexuelle und emotionale Ausbeutung ist perfekt".







"Kurzbeschreibung und Klappentext
"Ich will diese Schmerzen loswerden!" Eine beruflich erfolgreiche Frau leidet unter Migräne und gerät durch die Empfehlung einer Bekannten an ein "Pschotherapie-Zentrum". Unwissend, daß dies die Andockstelle eines Psychokultes ist, vertraut sie sich den "TherapeutInnen" an. Die Autorin hat im Laufe ihrer "Therapie" jahrelang viele der mißlichen Erfahrungen einer Kultanhängerin gemacht. Subtiler Zwang, gezielte Manipulation und stetige Grenzverletzungen führten von der emotionalen Abhängigkeit vom Guru über die Zerstörung des sozialen und familiären Bezugsnetzes bis hin zum seelischen und körperlichen Mißbrauch. Im vorliegenden Buch beschreibt und erläutert die Autorin ihren Weg durch eine jener Gruppierungen, in denen die Klienten über den Vorwand der "Weiterentwicklung" bis an die Grenzen ihrer persönlichen Integrität geführt werden - und weit darüber hinaus mit dem Ziel, sie finanziell und psychisch, wirtschaftlich und sexuell auszubeuten."







"Das Beispiel zeigt, dass die Autorin nicht in der Lage ist, die unter anderen Vorzeichen heilenden Methoden einer Gruppentherapie von den in der Tat unseriösen Rahmenbedingungen zu trennen, unter denen sie diese erlebt hat. Es besteht kein Zweifel, dass die Szene, in der sie sich da bewegt hat, von einem therapeutischen Falschmünzer geprägt war, der die Klienten, statt sie nach der Therapie in die persönliche Freiheit zu entlassen, in seine kommerziellen Unternehmungen eingebunden hat."







"Was das Buch dabei für mich so unglaublich faszinierend macht: Die gezeigten Mechanismen der Veränderung, des Abhängig-Machens, des Gruppendrucks, der Zerstörung eigener Kritikfähigkeit usw. sind überall in unserer Welt wiederzufinden, wenn man denn erst einmal darauf aufmerksam geworden ist. Auch Militär, Geheimdienste, Kirchen, Schulen, und - mutatis mutandis - weitere Institutionen wie Großunternehmen, Polizei usw. arbeiten mit solchen Techniken, um ihre Mitglieder einzuschwören."

















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