Montag, 16. Mai 2011

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Helen mußte in der Innenstadt noch etwas erledigen und ging daher nicht in die kleine Apotheke am Eigelstein, deren zurückhaltende und fachkompetente Beratung ich sehr schätze. Wir, die wir den universitären Elfenbeinturm verlassen haben, sollten eigentlich alle wissen, dass wir nichts wissen. Aber jeden Tag ein Stück mehr lernen dürfen. Manche MitarbeiterInnen der Schwanen-Apotheke in der Kölner Innenstadt hingegen wissen alles. Und leider dann doch sehr wenig. Deswegen wirbt man vielleicht so prägnant mit dem Wort Naturheilkunde außen am Schaufenster. Fallen rothaarige Kundinnen daher dort als potenzielle Kräuterhexe und Dämonen-Dummie in die Kategorie der Menschen, die man lieber nicht im Laden sehen will? Anders kann ich mir das zickige Verhalten nicht erklären, das uns seit Jahren bis auf Ausnahmen in diesem Geschäft begegnet. Eine Kräutertablette aus der Ayurveda-Medizin bestellte man für mich nur sehr widerstrebend, daher unfreundlich mit säuerlichem Gesicht unter Vorlage meines Personalausweises. Der Amtsarzt könne kontrollieren, man brauche das. Gut, so etwas kann ja nie schaden. In anderen Apotheken nahm man die Bestellung hingegen freundlich an, ohne Vorlage des Ausweises. Und mit Kaiser Natron gurgelt man nicht, wie mir Helen gerade am Telefon erzählte? So so. Da war ein sehr gut ausgebildeter Arzt mit Zusatzqualifikation im Bereich Naturheilkunde, die mehr als ein Wochenendseminar umfasste, aber ganz anderer Ansicht. Oder ist dieses fast in Vergessenheit geratene Mittel einfach nur zu billig? Weshalb dann das Rückgeld meiner Tochter unsanft auf die Theke geknallt wurde? Dabei war der Preis für das Kaiser Natron doch einer Apotheke angemessen. Es waren aber auch schon freundliche und gut ausgebildete MitarbeiterInnen anwesend in der Schwanenapotheke in der Kölner Innenstadt, Breite Straße, Nähe Karstadt.
















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