Samstag, 28. Mai 2011

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»Bist du nicht vielleicht auch einer dieser dreckigen Judenkommunisten?« Besonders brisant ist die Lage in der Hauptstadt aber auch aus anderen Gründen. Fast täglich wird die Metropole von Demonstrationen erschüttert. Gewaltbereite Teile der anarchistischen Bewegung und Einsatzbereitschaften der Polizei provozieren sich gegenseitig. Dabei kommt es oft zu schweren, teilweise lebensgefährlichen Verletzungen. »Kein Geld an die Banker und Spekulanten«, fordern die Demonstranten. »Das Finanzjudentum will Griechenland zerstören«, ergänzen Extremisten von links und rechts unisono in ihren Blogs.
Je mehr sich die Finanzlage des Staats verschärft, umso stärker radikalisieren sich die Bürger. »Viele möchten sich an einem Sündenbock abreagieren«, sagt Rabbi Mordechai Frizis. Er habe vollstes Verständnis für die Wut verzweifelter Bürger, »aber gleichzeitig befürchte ich, dass diese in die Fänge neonazistischer Propaganda gelangen«."