Sonntag, 22. Mai 2011

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So, und als nächstes schauen wir mal genauer bei den Kölner FriseurInnen und artverwandten Berufen hin. In der Vergangenheit hatte ich einige Aha-Erlebnisse auch in diesem Bereich. Ich weiß, als selbstständige MigrantIn beispielsweise ist man natürlich besonders motiviert. Da kann es passieren, dass man im Seminar der autoritären Psychogruppe mit angeschlossenem 24/7-Tool landet und sich danach als nützlicher, aber doch leider immer noch unwissender Fisch an der Front wiederfindet. Da muß man nicht erst Besitzerin einer interkulturellen Hundeschule werden und/oder Mitglied bei Milli Görüs sein. LeserInnen dieses Blogs wissen, was ich meine. Und nicht nur ich habe wahrscheinlich keine Lust, Details aus dem eigenen Alltag von anderen vorgeführt zu bekommen. Dieses Schauspiel soll einschüchtern und das Allmachtsgefühl des Vorführers fördern. Allerdings überschätzen sich die Leute einfach. Es hat ihnen offenbar auch niemand gesagt, dass der eigene Laden mittels Information und Aufklärung - manchmal sogar von Profis - in die Versenkung verschwinden kann. Ich persönlich finde es im übrigen immer sehr unfair, vor allem junge MitarbeiterInnen zu solchen Tripps zu nötigen, die leicht zur emotionalen Einbahnstraße ohne Wiederkehr werden können. Und damit die MitarbeiterInnen auch dieser Branche besser informiert sind und selber entscheiden können, ob sie in einem Geschäft arbeiten wollen, in dem Wirtschaftsfaschisten mit angeschlossener autoritärer Psychogruppe in Wirklichkeit das Heft in der Hand haben: Aufklärende Arbeit und Anwesenheit ist wieder mal angesagt. Das macht sogar richtig Spaß. Denn ob blond, ob schwarz, ob rot, ob braun. Schöne Frisuren lieben alle Frauen. Oder? Also: Ab zum Einsatz - Nein, nicht unter den Schreibtisch der anderen! - und mit viel Vergnügen bearbeiten lassen!
















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