Samstag, 14. Mai 2011

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Dolchstoß vom Pazifismus und den Frauen


Hätten die Nazis gestürzt werden können?
Einige revolutionstheoretische Überlegungen zum Aufstand der Rosenstraße-Frauen 1943
von G. Hogweed







Entnommen aus: http://www.graswurzel.net/251/rosen.shtml


"Über den erfolgreichen Widerstand der Berliner Frauen in der Rosenstraße ist in der GWR immer wieder berichtet worden (vgl. GWR 138, 149, 176, 222): während der ersten Märzwoche im Jahr 1943 gelang es insgesamt ca. 1000 Frauen, die in Mischehen mit jüdischen Männern lebten, mit öffentlichem, unbewaffnetem zivilen Ungehorsam ca. 1700 Juden, die deportiert werden sollten, frei zu bekommen. Einige wurden deshalb sogar aus Auschwitz, wohin sie schon deportiert worden waren, zurückgeholt. Die Frauen hatten sieben Tage lang, oftmals auch die ganze Nacht hindurch, vor dem Sammellager in der Rosenstraße demonstriert. Manchmal wurden Maschinengewehre gegen sie aufgefahren und sie flüchteten in angrenzende Hauseingänge - aber immer wieder kamen sie zurück und schrien: "Gebt uns unsere Männer wieder!" oder "Mörder!" Es war die größte und erfolgreichste innerdeutsche Widerstandsaktion während der gesamten Zeit des Nationalsozialismus.
... Es kann gar nicht deutlich genug darauf hingewiesen werden, daß diese Machtheorie aus Hitlers Erfahrung der Niederlage im Ersten Weltkrieg stammte. Seiner Wahrnehmung nach wurde der "Dolchstoß" damals von zwei Strömungen geführt: dem Pazifismus und den Frauen. Und in der Tat waren ja die großen Friedensdemonstrationen des Jahres 1918 mehrheitlich Frauendemonstrationen. Hitler nahm also wahr, daß öffentliche Unzufriedenheit von Frauen im eigenen Hinterland die Kriegsanstrengungen an der Front und damit eine vermeintlich unantastbare Macht vollständig zerstören konnten. Es war für ihn eine Lehre: sowas sollte sich nie wiederholen."
















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