Freitag, 29. April 2011














Holm, Andrej (Hrsg.)
Reclaim Berlin
Soziale Kämpfe in der neoliberalen Stadt
Assoziation A - April 2011




"In den 1990ern galt Berlin als „größte Baustelle Europas“. Investoren aus aller Welt versenkten ihr Geld in heute noch leerstehende Bürokomplexe. Unternehmensansiedlungen und Konzernzentralen machten einen großen Bogen um die Stadt. Auch heute boomt vor allem der Berlin-Tourismus und der Immobilienmarkt. Die ökonomische Basis der Stadt und die immobilienwirtschaftlichen Gewinnerwartungen fallen weit auseinander. Mögen spektakuläre Investorenprojekte wie MediaSpree eher als riskante Spekulationen auf die Zukunft erscheinen, so wurden doch in fast allen Innenstadtgebieten massive Gentrifizierungsdynamiken in Gang gesetzt."





Blog des Autors: Gentrification Blog - Nachrichten zur Stärkung von Stadtteilmobilisierungen und Mieter/innenkämpfen.





In Düsseldorf wurde im März ein Kongress unter dem Motto „Wem gehört die Stadt?“ veranstaltet, wie ich gerade im Blog lese. Köln hat solch eine Veranstaltung auch dringend nötig. Und zwar ohne das hier in der Stadt bereits professionell organisierte und uralte Sündenbock-Syndrom, das ablenken soll von den Ursachen. Ein genehmigter Volksverhetzungsstand muß nicht in Flammen aufgehen, die professionell angeschobene Esoterik-Szene jedoch auf jeden Fall noch mehr Ausfallerscheinungen erleiden, wenn sie allzu weit nach rechtsaußen abdriftet. Was auch schon mal über den Weg von links aus geht. Und es gilt: Dummheit schützt vor Folgen nicht. Aber auch Muslime mit allzu strengem Freund-Feind-Denken oder evangelikale Dämonensucher, die sich im Seminar-Sumpf der Psycho-Kirchen mit monatlicher Aufwärts-Statistik für die Drückerkolonne verirrten, haben genau wie fehlgeleitete EinzelhändlerInnen ein Recht auf Einsicht und Veränderung, die allerdings zügig gehen sollte, denn wie einige mittlerweile wissen: Die Möglichkeiten zur Enttarnung sind vielfältig, die Folgen nicht immer so angenehm. By the way: Ich hörte, es kursieren irgendwo Listen im Netz mit Namen von KölnerInnen, die bei neoliberal blinkenden und faschistisch arbeitenden Psychogruppen oder deren Tarnorganisationen Kurse besucht haben? Schöne neue Medienwelt? Ach wie elitär und intelligent. Kurse zur Anleitung, wie Köln weiter okkupiert werden soll? Das Auslagern von Arbeitsverhältnissen beispielsweise an externe Düsseldorfer Dienstleister mit besonderer MitarbeiterInnen-Handhabung? Beliebt auch bei kirchlichen Organisationen? Haben die eigentlich auch die grünen Gardinen gestrickt, die gestern und heute so pressewirksam aus dem Fenster wehten bei der Verhaftung von 3 Al-Goiada-Terroristen in Düsseldorf? Nein, wie kreativ aber auch. Genauso kreativ wie die Gestaltung von Wahlen am PC. Und manchmal total spirituell. Denn Bildung bringt Erleuchtung. Auch in Köln. Und die Bildungsszene aus ihrer stillen Schattenexistenz ins helle Licht. Wie lautet das Motto am 7. Mai? Köln ist bunt? Ja. Und Köln wird wieder eine soziale Marktwirtschaft. Mit matriarchalen Strukturen. Und los!
















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