Donnerstag, 27. Januar 2011

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"Heute beriet die parlamentarische Versammlung des Europarates über den mutmaßlichen Organhandel der Kosovo-Befreiungsarmee (UCK). Der Schweizer Europarats-Abgeordnete Dick Marty hatte im Dezember einen aufsehenerregenden Bericht dazu veröffentlicht, der sich auf Erkenntnisse der europäischen Kriminalbehörden und des FBI bezieht. Darin nannte er den Kosovo-Regierungschef Hashim Thaci einen der Drahtzieher. Thaci soll als „Mafiaboss“ nach dem Kosovo-Krieg Ende der 1990er Jahre auch in den Rauschgift- und Waffen-handel verstrickt gewesen sein. Den Abgeordneten lag dazu heute eine Entschließung vor, in der die EU-Rechtsstaatskommission im Kosovo (EULEX) aufgefordert wird, die Vorwürfe zu klären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Nach einer mehrstündigen Debatte war das Votum der Abgeordneten klar, sie verlangen eine seriöse Untersuchung der Vorwürfe.
Dabei erhielt der Schweizer Berichterstatter viel Lob und Aner-kennung für seine „exzellente und schwierige“ Arbeit. Gelobt wurde insbesondere Martys Mut, den Gerüchten über die Organentnahme serbischer Gefangener während des bewaffneten Konflikts im Kosovo in den 1990er-Jahren nachgegangen zu sein."

















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