Montag, 6. Dezember 2010

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"Brüssel – In einer blutigen Revolution haben sich die Belgier 1830 die Unabhängigkeit von den Niederlanden erkämpft. Diese 180-jährige Geschichte könnte nun zu Ende gehen: Belgien steuert auf eine Spaltung in drei Teile zu.
„Wir müssen uns auf das Ende Belgiens vorbereiten“, sagte Vizepremierministerin Laurette Onkelinx. In Paris wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit Szenarien eines nahenden Staatszerfalls Belgiens und eines möglichen Anschlusses von Brüssel und der Wallonie an Frankreich beschäftigt. Flamen könnte dann ein eigenständiger Nationalstaat werden."




Ergänzung: Bereits im April trat die belgische Regierung zurück und schrieb Neuwahlen aus. Im Juni waren Parlamentswahlen, es kam jedoch keine neue Regierung zustande, weil Flamen und Wallonen sich nicht über die jeweiligen Ansprüche auf die Hauptstadt Brüssel einigen konnten.
Drei Probleme, die auf Anhieb auffallen in Brüssel:
Zugewanderte Wallonen, die in der Stadt mittlerweile die Mehrheit haben, und Brüssel zu einer "französischen" Stadt machen wollen.
Hoch bezahlte EU-MitarbeiterInnen, die als zahlungskräftiges Klientel Preise bestimmen können.
Die Entwicklung von NoGo-Areas aufgrund schwerer ethnischer Konflikte vor dem Hintergrund der Hypothek der belgischen Kolonial-zeit und des Zuzugs von muslimischen, vorwiegend marokkanischen Jugendlichen, die perspektivlos in den Fundamentalismus fliehen.




















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