Dienstag, 23. November 2010

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Statt reißerischer Hetzartikel und personellen Begehrlichkeiten diverser Dienste hätte ich lieber begleitende Fachkommentare zur Fachschlichtung gelesen, diesem wichtigen neuen Prototyp für mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung in der Demokratie. Aber solch eine öffentliche Fachschlichtung passt vielleicht nicht ganz in das Konzept des Herrschaftswissens, welches exklusiv von Massenmedien transportiert wird? Wie entstehen denn die genannten Bedrohungsszenarien, wie entsteht (religiöser) Fundamentalismus? Und könnte es sein, dass auch mit Absicht international gezündelt wird? Von wem?
Ich bin mir sicher, dass große Teile von Polizei und Bundeswehr sich nicht mehr so gerne mißbrauchen lassen für eine Lobbypolitik, die leider auch auf Erpressung und dem Willen zur finanziellen Bereicherung mancher PolitikerInnen beruht.
Jede und jeder begreift allerdings auch anhand des Artikels, dass das lukrative Zusammenspiel von Diensten und Massenmedien, die eine Multimilliarden-Industrie sind, welche mit Großkonzernen in enger Verbindung stehen, durch neu entstehende Vielfalt und Transparenz, durch mehr Demokratie, für manche sehr bedrohlich wirkt.
Ich hörte übrigens gestern, dass in Köln-Mülheim viele Zigeuner aus Rumänien angekommen sind. Leute, wie wäre es, wenn Ihr mal den Hahnwald besucht? Das ist das Viertel, in dem die Quote der Rechtsaußen-Wähler so hoch war. Ich gehe davon aus, dass sie sogar noch höher war. Der Zusammenhang zwischen Wohlstandsbesorgten und rechten Parteien ist nicht nur Politologen bekannt.
Lasst Euch nicht durch die privaten Sicherheitsdienstleister dort abschrecken. Man begreift vielleicht langsam auch in diesen deutschen Stadtvierteln mit Wagenburgcharakter, dass asoziales Wirtschaften auf Kosten der Allgemeinheit auf Dauer die eigene Bewegungsfreiheit etwas einschränkt.








Update:





Artikel: MAD vor dem Aus? Kommentator: "Na ja, vielleicht können wir uns bei den Amis ja noch ein paar Ideen holen oder gleich Verträge mit Blackwater schließen - nur für den Fall, dass die BW nicht so will ..."




Kommentator zu einem anderen Artikel: "Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß die allermeisten Polizeibeamten diese ständigen, schon seit Jahren andauernden, ultranervigen Ping-Pong-Kampagnen, die stets nur noch unter gewaltsam beanspruchten Labels wie "die Polizei muß...", "die Polizei braucht...", "die Bundeswehr soll...", auch nur im Mindesten ansprechend finden. Vielen Bürgern dürfte es nach meinem Dafürhalten ähnlich gehen. Ohne Polizei funktioniert unsere Gesellschaft nicht, und ohne freie Bürger, die auch wirklich ohne größere Mühe das
plausible Gefühl haben können, per se ihr Leben ohne die paramilitärischen Ambitionen irgendwelcher Ordnungspolitiker ungehindert gestalten zu können, funktioniert die Gesellschaft eben auch nicht.
Nachtrag: Wer und was sollen denn die " Freikorps Schünemann " sein? Sind das die Truppen, die den deutschen Spießbürger für blöd halten? Sind das die, die glauben, der sogenannte Spießbürger finde den aktuellen Terroralarm-Terror passend zu NATO-Gipfel und Innenministerkonferenz nicht mehr als merkwürdig? Sind das die, die dem sogenannten Spießbürger nicht zutrauen, die Wirkung luntegelegter religiöser Fundamentalisten zwar zu sehen und darüber wütend zu sein, die Ursachen dafür aber nicht aus dem Blick zu lassen? Freikorps? Was sagen denn die Führer der Truppen verschiedener Fundamentalisten zur Verleihung des Silbernen Awards an die Türkei für ihren Pavillon auf der Expo Shanghai 2010, die ein Abbild war der ersten bekannten Siedlung des Neolithikums? Ein Abbild der anatolischen Stadt Catalhüyük, dem weltweiten Mekka der Matriarchatsforschung? Hoffentlich aber doch nicht dieses: So viel Gemeinsames und gleichzeitig so viel verschieden Farbiges, so viel Hoffnung auf eine weltweite soziale Marktwirtschaft war noch nie. Daher die Bomben-Stimmung!



















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