Donnerstag, 28. Oktober 2010

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"Die Gespräche sollen in dieser Woche fortgesetzt werden". Ja, sehr geehrte Damen und Herren der SPIEGEL-Redaktion, die traumhaften Quoten zur Live-Übertragung der Schlichtung können natürlich schon mal Neid erwecken. Deswegen verzichtet Ihr aber doch sicher nicht darauf, den bereits bekannten Sendetermin zu nennen? Und grabt schon mal im Archiv nach netten neuen und ganz besonders blut-rünstigen Bildern, die ihr wieder parallel zur Übertragung in Eurem Medium bringen könnt. Vielleicht noch mal sowas wie Soldat mit Waffe neben schreiendem kleinen Kind, dessen Blut von den Händen auf den Boden tropft? Ein Bild, welches auch andere Medien an diesem Abend und einen Tag später benutzten? Nicht, dass irgend-wer auf die Idee kommt, wehrbereite DemokratInnen und KämpferInnen für die Wiedereinführung der sozialen Marktwirtschaft brauchen auch Euch bald nicht mehr. Übrigens: infolust: RT:Landtag lehnt Volksentscheid in Stuttgart #s21 ab, grüne haben sich enthalten http://bit.ly/bLVMzn
Kola_Colman: RT @baddaddie: Nix mit #Volksentscheid bei #S21 Dann gibts halt 2011 nen Wählerentscheid. Und Tschüss.
regnsoma: RT @mehr_demokratie: @validom Laut wissenschaftlichem Dienst des Bundestages wäre ein #Volksentscheid über #Stuttgart21 möglich: http://bit.ly/bCS8NV #s21
Wehrbereite DemokratInnen überlegen sich daher jetzt schon mal, wer die WahlhelferInnen mit Computerkenntnissen auswählen wird. Und wie das wahre Spiegelbild des Wählerwillens organisiert werden könnte.
Apropos: "Landesregierung und Landtag haben milliardenschwere Entscheidungen zu treffen, ohne dass deren Mitglieder die Gutachten kennen. Die Landesregierung will sie auch offensichtlich gar nicht kennen und weigert sich darüber hinaus, die Gutachten dem Landtag zur Verfügung stellen oder zu beschaffen. Diese Transparenz hat die Qualität einer schwarz angestrichen Milchglasscheibe."
Die Antwort ist Nebel.
oldmanjo: Warum lesen die Motzer eigentlich den Text nicht aufmerksam durch? #Volksentscheid #Antrag #SPD #s21





Und: "Auf der Pro-Stuttgart-21-Kundgebung am 23. Oktober 2010 geschieht etwas Historisches. Neben Umwelt- und Verkehrs-ministerin Tanja Gönner singen Erwin Teufel, Wolfgang Schuster, Rüdiger Grube, Wolfgang Drexler und andere Befürworter von Stuttgart 21 das Protestlied „We Shall Overcome“. Eine Doku-mentation dieses historischen Ereignisses ist auf Youtube.com zu finden. Doch was waren die Gründe?
Frage: "Welche Kenntnisse hat die Landesregierung über die Entstehungsgeschichte des Protestliedes „We Shall Overcome“?
Welche Assoziationen wollte Ministerin Gönner mit dem Absingen des Protestliedes auf einer Demonstration für das Projekt Stuttgart 21 in der Öffentlichkeit erzeugen?
Sieht die Landesregierung irgendwelche Zusammenhänge zwischen dem in die amerikanische Geschichte eingegangenen so genannten „Bloody Sunday“, die den damaligen amerikanischen Präsidenten Lyndon B. Johnson veranlasste, den Anfang des Protestliedes in eine Rede vor dem Kongress einzubauen, und dem Absingen des Protestlieds am 23.10.2010 und damit in zeitlicher Nähe zum so genannten „Schwarzen Donnerstag“ (30.9.2010), der
in die Geschichte des Landes Baden-Württemberg eingegangen ist?
Sieht sich die Landesregierung mittlerweile in der Tradition des Protestlieds „We Shall Overcome“ und damit als Teils des öffent-lichen Widerstands gegen Maßnahmen der Regierung?
Sieht die Landesregierung historische, kulturelle und gesellschaft-liche Zusammenhänge zwischen Stuttgart 21 einerseits und den Wurzeln des Protestlieds in den USA (Streiks, Schwarze Bürger-rechtsbewegung, Friedensbewegung während des Vietnamkriegs, aber auch im Kampf gegen die Apartheid in Südafrika)?"


















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