Sonntag, 26. September 2010

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Ausbau der Kinderbetreuung? Bill Clinton als Vorbild? Bereits Hillary Rodham Clinton hat in einem ihrer Bücher einmal erwähnt, dass sie es während ihrer Zeit im Weissen Haus, dem damaligen Arbeits- und Wohnort der Clintons, sehr genossen habe, zu Hause zu sein, wenn ihre Tochter von der Schule kam. Eine Wohltat nicht nur für die Mutter. Sonst erst recht für die Tochter, wie jede Praktikerin weiß, welche eigene Kinder hat und sich selbst um die Erziehung kümmert, diese Arbeit also nicht an Personal, Aupair-Mädchen oder einen Schlüsseldienst delegiert, sondern die Aufgabe als das betrachtet, was sie ist: die wichtigste Arbeit, die es gibt. Und die sich in der Tat nicht auf Plätzchen backen beschränkt. Dafür war nicht nur die Familie Clinton sicher gerne bereit, hin und wieder auch auf die kinderfreien Feten, Vorträge und Honorare des AWD zu verzichten. Statt Sprüchen wie "harter Arbeit", welche aus dem Munde mancher Menschen wirklich komisch klingen, weil man sich sogleich fragt, woran eigentlich, kommen wir einfach nicht umhin, eine grund-sätzlich andere Organisation von Arbeiten und Leben zu organisieren und Mütter endlich wieder mit (politischer) Macht auszustatten. Ja. Das ist keine Utopie. Das alles hat es tatsächlich schon einmal gegeben. Bevor man anfing, den weiblichen Statuen die Köpfe abzuschlagen. Aber bis dahin müssen wohl erst noch viele vernetzte Machtzentren mit matriarchalen Clan-Strukturen entstehen, die sich einfach ausklinken aus Macho-Land. Was immerhin noch besser ist, als wenn es ganz nach historischem Vorbild geht und es dann plötzlich heißt: Macho-Land ist endgültig abgebrannt.

















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