Freitag, 17. September 2010

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"In Rom, wo man den Zuzug von aus Frankreich abgeschobener Roma befürchtet, hat am Montag der Abriss von 209 illegalen Lagern und Ansiedlungen begonnen, der in zehn Monaten abgeschlossen werden soll. Die Bewohner sollen in zwölf umzäunten Lagern am Stadtrand untergebracht werden und müssen sich zur Einhaltung strenger Regeln verpflichten. In Mailand will die Stadt sogar einige der zwölf regulären Rom-Lager abreißen, ohne den Insassen Alternativen anzubieten."





"Der Völkermord an Sinti und Roma ist weit weniger gründlich erforscht als die Shoa. Den Massenmorden seit Kriegsbeginn ging eine flächendeckende Unterdrückungspolitik voraus, an der in hohem Maße die unteren Ebenen von Polizei und Administration beteiligt waren. Ab 1937 internierten lokale Behörden Roma und Sinti im Deutschen Reich in zahlreichen Orten in besonderen „Zigeuner-lagern“. Die 1937 begonnene zentral organisierte Erfassung der Minderheit, die die Voraussetzung der späteren Deportationen in das Vernichtungslager KZ Auschwitz-Birkenau darstellte, vollzog sich in enger Kooperation mit kommunalen und regionalen Instanzen, mit protestantischen und katholischen Kirchengemeinden und mit Unterstützern und Zuarbeitern aus der Sozialarbeit und aus der Heimatforschung.[2]"















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