Dienstag, 17. August 2010

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"Ich möchte die Praxis “quid pro quo” dahingehend modifizieren, dass ich von einer Moscheegemeinde hierzulande verlangen möchte, sich zur offiziellen Patin einer bestimmten Christen-, Baha’i-, Hindu- oder Synagogengemeinde in der islamischen Welt zu erklären, wenn sie ihren Bauantrag bei unseren Genehmigungsbehörden abgibt. Dabei verpflichtet sie sich, für die Realisierung des spiegelbildlichen Bauprojekts einer anderen Religion im Sinne der gemeinsamen Wertschätzung des Universalprinzips der religiösen Toleranz bei den staatlichen bzw. religiösen Autoritäten in dem betreffenden islamischen Land zu werben. Man kann nicht seitens der Muslime hier und im Wissen darüber, dass der Islam, besonders in seiner orthodoxen Gestalt, bei uns eine kulturfremde Religion ist, Toleranzwerte des Islam und des Westens für sich beanspruchen und dabei glaubwürdig sein wollen, wenn zugleich ein paar Flugstunden entfernt die gleichen staatlichen und religiösen Autoritäten, die oft als Geldgeber für hier beantragte Moscheeprojekte fungieren, nicht einmal die minimalen Toleranzwerte des Islam selbst ernst nehmen.
Es müsste eigentlich ganz im Sinne der hiesigen Muslime sein, keine Zweifel darüber aufkommen zu lassen, dass sie die universellen menschenrechtlichen Werte wie etwa die Religionsfreiheit nicht nur opportunistisch schätzen, wenn sie ihnen gerade mal nützen."

















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