Freitag, 27. August 2010

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Kommentator meint: "wir sagen unseren Kindern, wie man sich in solch einem Fall verhält. Eine Gruppe bilden, und einfach stehen bleiben, halte ich für die beste Lösung. Nicht schreien, und schnelle Bewegungen vermeiden. Die Pferde werden zu 90% links und rechts vorbei laufen. Motorradfahrer sollten den Motor sofort ausschalten!"
Pferde sind empfindsame Flucht- und Herdentiere, die sich an ihre Umgebung anpassen. Sie lassen sich reizunempfindlicher machen durch Desensibilisierung von FachtrainerInnen. Manche Rassen wie Shetland-Ponys gelten von Natur aus als ruhige und ausgeglichene Tiere. Ein schwer verhaltensgestörtes schreiendes Kind kann von einem trainierten Pferd, das sich ruhig verhält, selber zur Ruhe gebracht werden. Die Pferdeexpertin im Haus erzählte mir vor einigen Tagen, dass einem der Pflegepferde weder hupende Autos, quietschende LKW's noch sonstige Stadtgeräusche etwas ausmachen. Der erstmalige Anblick einer muhenden Kuh jedoch führte zum Fluchtversuch mit der glücklicherweise trainierten Reiterin.
Update: Ich rede gerade mit der Pferdeexpertin. In dem Ort liegen die beiden größten Ferienreiterhöfe Deutschlands. Sie war vor Jahren auf dem kleineren von beiden im Reiterurlaub. Die angegebene Zahl von 6 Betreuern bei 100 Kindern hält sie für verantwortungslos. Ein Zug muß abgesichert werden vorne, Mitte, hinten. Wer trug die Fackeln? Mit der Fackel auf dem Pferd gleichzeitig die reitenden Kinder betreuen?




Update: Kommentator sagt, "Sicher ist es nicht sicher mit einer Fackel auf Pferden zu reiten, aber diese Pferde sind das gewohnt! Der Reiterhof macht dieses Abendausritt nach dem großen Lagerfeuer jede Woche (!!) und es bekommen nur en paar Betreuer die Fackeln. Bis jetzt ist noch nie etwas passiert."





Update: Die Betreuungssituation ergibt jetzt wie folgt: "Die Gruppe von etwa 100 Jungen und Mädchen war von einem Reiterhof in der Lathener Ortschaft Hilter zu einem nächtlichen Ausritt aufge-brochen. Mit dabei waren drei hauptamtliche Begleiter, etwa 25 weitere Erwachsene und einige Planwagen."
Stehen Pferde zusammen, bilden sich je nach Größe der Herde eine oder mehrere Gruppen mit Rangordnungen. Scheut ein Pferd aus einem Zug, heißt das nicht, dass alle anderen Pferde auch scheuen. Hat das erste scheuende Pferd allerdings eine hohe Position innerhalb der Rangordnung, ist es wahrscheinlicher, dass die anderen mitscheuen. Handelt es sich um ein Pferd an der Spitze im Zug, hinter das die Fackel gefallen ist? Aber dann schwächt sich der Effekt nach hinten ab. Der Dominoeffekt in diesem Fall ist sehr ungewöhnlich.





Update: "Viele Kinder lieben Pferde, vor allem Mädchen. Sie betrachten Pferde als Freunde, die ihnen nie etwas tun würden. Schreckliche Vorstellung, dass gerade das passiert. Pferde werden darauf trainiert, nicht in Panik zu geraten, wenn es kracht oder irgendwo ein Feuer brennt - siehe Polizei. Auch die Reiterhöfe wissen um die latente Gefahr und versichern sich und bereiten ihre Tiere und Führungsreiter vor. Westernpferde gehen über kippende Brücken, durchreiten flatternde Fahnen und überqueren Feuer."

















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