Samstag, 31. Juli 2010

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"Dieses Verfahren hat sich schon einmal bewährt: Nachdem ich in den Stasi-Akten gewissermaßen als Nebenprodukt meiner Oktoberfest-Recherchen auf neue Hinweise von Kontakten von Dutschke-Attentäter Josef Bachmann zu Mitgliedern der späteren rechtsterroristischen "Braunschweiger Gruppe" gestoßen war, konnte ich diese Ansatzpunkte durch Akteneinsicht in die archivarisch erhaltenen Ermittlungsakten der Berliner Polizei schließlich erhärten. Heute wissen wir daher, woher Bachmann die Waffe und Munition für das Dutschke-Attentat hatte - und das ist immerhin vierzig Jahre her. Beim Oktoberfest-Attentat könnte sich diese Methode erneut bewähren. Ermittlungsbehörden und Staatsanwaltschaften könnten eine echte Erfolgsgeschichte schreiben, wenn ihnen gelingt, den schwersten Anschlag der deutschen Nachkriegsgeschichte doch noch aufzuklären."
(Update: Dieser aktuelle Kommentator im Forum unter dem Artikel, der zumindest an meinem Bildschirm diesen Link setzt, ist offenbar auch dringend behandlungsbedürftig. Siehe dazu die unten genannten Literaturtipps: "Das Böse ist eine Frau" und "Psycho-therapie im Raum der Göttin".)







(Ein Link, und ohne weiteren Kommentar! In manchen Situationen bleiben in diesem Verwirr- und Versteckspiel nur noch klare Worte. Vor allem, wenn es darum geht, das schweigende Netz ganz in Braun zu zerreißen. Ich betreibe da sehr offene Aufklärungsarbeit. Böse Frauen, böse Juden, böse Schwule, böse Muslime? Was täten manche nur ohne ihre stereotypen Feindbilder. Aber vielleicht würde beim Fehlen dieser ja auffallen, wie wenig man doch aus den eigenen Gehirnzellen geholt hat. Um meinen Enkel Luca werde ich mich gut kümmern. Sollte es (weiterhin) auch nur ansatzweise Schwierig-keiten in dieser und anderen Angelegenheiten geben, so wird das sehr sehr persönlich geregelt. Ich kann nur raten, sich medizinisch-gynäkologisch weiterzubilden, die eher frauenfeindlichen Anwendungen aufgrund tiefer innerer Misogynie, welche leicht in den verschwörungstheoretischen Wahn führt, zu unterlassen und den Versuch von therapeutischen Anwandlungen in bester Zersetzungs-manier besser bei sich selbst anzuwenden. Habe ich mich klar genug ausgedrückt?!)










Bram Dijkstra, Professor für vergleichende Wissenschaft an der University of California in San Diego, präsentiert in seinem Buch "Das Böse ist eine Frau" eine Fülle von Material zum Thema "Männliche Gewalt-phantasien und die Angst vor der weiblichen Sexualität", so der Untertitel. Seine Forschungsarbeit zeigt in beeindruckender Weise, wie beängstigend der weibliche Körper für das Männliche sein kann. Im Klappentext zum Buch heißt es:







"Die Angst der Männer vor der sexuellen Frau ist legendär. Bram Dijkstra unternimmt eine Zeitreise in die erste Hälfte dieses mörderischen Jahrhunderts und sieht sich die Phantasiegestalten genau an, die männliche Imagination aus den Frauen machte: verschlingende Ungeheuer, räuberische Monster, blutsaugende Vampire, die sich als elegant-mondäne Vamps verkleiden. So sprachen und schrieben Männer über Frauen, malten sie und ließen sie im Kino lebendig werden. Dijkstra zoomt diese Bilder voller Brutalität ganz nah heran und nimmt das ungeheure Gewaltpotenzial der Phantasien ernst."






Dijkstra beschränkt sich konsequent auf Dokumentation und Analyse männlicher Angst- und Gewaltphantasien, wie sie sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Wissenschaft und Kunst manifestieren: (Fußnote)
"Die Auseinandersetzung zwischen der sexuellen Frau und ihrem potenziellen Opfer, dem Mann, der nur sexuelle Enthaltsamkeit schützt, wurde im frühen 20. Jahrhundert immer häufiger dargestellt. Unter Ärzten, Biologen und anderen Priestern des wissenschaftlichen Zeitalters verbreitete sich die Überzeugung, dass tatsächliche alle Frauen Vampire seien, von der Natur aus dazu getrieben, den Mann auszurauben. Frauen galten als Geschöpfe, die der männlichen Gesundheit nicht zuträglich waren, noch nicht einmal als tugendhafte, sich unterordnende und monogame Ehefrauen."






Die Ergebnisse der darwinistischen Evolutionstheorie haben, so Dijkstra, die westliche Männerwelt um 1900 zutiefst erschüttert. War hiernach doch der Mensch nicht die auserwählte Gattung, nicht das Ebenbild Gottes, sondern stammte von dem vermeintlich seelenlosen "behaarten, geschwänzten Vierzeller ab". Durch Selektions- und Rassentheorien sollte der kollektive innere Aufruhr besänftigt werden. Eifrig war man damit beschäftigt, das Höhere und Lichte vom Niederen und Dunklen zu trennen. Das Höhere, das war der westliche, helle und heldenhafte Mann. Zum Niederen zählten vor allem Schwarze, Juden und insbesondere Frauen: Sie sind die wilde und geile Bestie der Urzeit, die sich verführerisch dem evolutionären Helden in den Weg legt und ihn hinabzieht in die Finsternis des mütterlichen Schlundes.






Dijkstras heldenhafter arischer Mann aber steigt als Übermensch empor aus den dunklen Gefilden von Mutter-Natur. Er erhebt sich aus dem Ursumpf der weiblichen Körper und greift nach dem Licht der Unsterblichkeit. Mit seinen Stiefeln zermalmt er die primitiven Untermenschen: Farbige, Juden, Proletarier und insbesondere die lasterhaften Weiber. Bram Dijkstras scharfsinnige Analyse legt die gemeinsame Wurzel von Rassismus, Faschismus und Sexismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts unerbittlich bloß.
















Aus: Gertrude R. Croissier,
Psychotherapie im Raum der Göttin. Weibliches Bewusstsein und Heilung, Pomaska-Brand Verlag fabrica libri

















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