Mittwoch, 21. Juli 2010

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"Es ist kein Zufall, dass gerade in diesen Tagen, zwischen dem Tod Kirsten Heisigs und dem Erscheinen ihres Buches, viel gesprochen wird über Kinder, die wegen ihrer Strafunmündigkeit von Drogenhändlern zum Dealen geschickt werden. Es gibt sie seit langem. Sie werden festgenommen, ihren Familien übergeben oder ihren Heimen, aber am nächsten Tag sind sie wieder da. Viele von ihnen kennt die Polizei, viele wie Arub, gerade wurde er zum elften Mal aufgegriffen, elf ist auch sein Alter. Ohne Eltern kam er nach Deutschland, irgendwoher aus dem Nahen Osten, und lebt ohne Familie in einem offenen Heim in Berlin; andere gibt es hier nicht. Die Behörden wissen, wie arabische Clans palästinensische Jungs für den Drogenverkauf herholen, und sie wissen, dass die Großfamilien auch ihre eigenen Söhne mit Heroin auf die Straße schicken; sie warten darauf, dass die kleinen Dealer vierzehn werden, dann kommen sie vor Gericht, wenn sie bis dahin überlebt haben. Der SPD-Abgeordnete Thomas Kleineidam hat auf den Punkt gebracht, worum es hier geht: um eine perfide Form des Kindesmissbrauchs. Hinzuzufügen ist: und um politische Beihilfe."















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