Mittwoch, 23. Juni 2010

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"Es ist eine Möglichkeit, Kontakt zur Natur zu haben", sagt Cote, der im Hauptberuf Professor für japanische Literatur ist und ehrenamtlich als Präsident von New Yorks Bienenzüchtervereinigung amtiert. Erst im März hat die Stadtverwaltung das Verbot der Bienenzucht aufgehoben, davor hatten Bienenstockbesitzer eine Strafe von 2000 Dollar zu fürchten. Eine Maßnahme zum allseitigen Nutzen, findet Cote: "Die Stadt will eine Million Bäume pflanzen, die bestäubt werden müssen. Unsere Bienen bestäuben sie." So groß ist das Interesse, dass er inzwischen Sonntagskurse zur Bienenzucht anbietet.
An einer anderen Ecke Manhattans, im Trendviertel Upper East Side, inspiziert Eli Zabar sein Grünzeug. Er ist einer der Vorreiter unter New Yorks Dachgärtnern, bereits seit 1991 züchtet er hoch oben über den Straßen Kräuter und Gemüse. Auf dem Dach des früheren Fabrikgebäudes, in dem Zabar den Feinkostladen "Vinegar Factory" betreibt, gedeihen Salate, rote Beete, Himbeeren, Feigen, Basilikum und Tomaten.
"Ich ernte morgens, verkaufe am Nachmittag und muss die Ware nicht einmal kühlen, was dem Geschmack gut tut", sagt Zabar. "Wir ernten alles so reif, dass man es gleich essen kann. Alles hier ist Bioware." Im Gewächshaus riecht es nach Kuchen; Zabar nutzt die Wärme der darunterliegenden Bäckerei, um die Glashäuser umweltfreundlich zu heizen. "Wir recyclen die Wärme", sagt Zabar. "Manchmal riecht es hier auch nach Brot oder Croissants."














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