Samstag, 10. April 2010

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Als sie sich einander näherten, Tiamat und Marduk, der
weiseste der Götter,
stürzten sie aufeinander los, begannen den Kampf.
Der Herr entfaltete sein Netz, band sie.
Er schleuderte ihr den Bösen Wind ins Gesicht.
Tiamat öffnete den Mund, ihn zu verschlingen.
In diesen schleuderte der "den Bösen Wind", sie daran
zu hindern, den Mund wieder zu schließen.
Die wütenden Winde erweiterten ihren Leib.
Ihr Bauch schwoll an. Ihr Mund blieb offen.
Er schoß einen Pfeil ab, der ihr den Bauch durchbohrte,
ihr die Eingeweide zerriß, das Herz öffnete.
Er überwand sie, nahm ihr das Leben,
warf ihren Leichnam auf den Boden, erhob sich über
ihm ...
Mit seiner unerbittlichen Waffe spaltete er ihr den
Schädel,
schnitt er ihr die Adern durch.
Der Nordwind trug (ihr Blut) weit fort.
Als seine Väter (dies) sahen, waren sie glücklich und
frohlockten ...
Der Herr, nunmehr befriedigt, untersuchte den
Leichnam ...





aus Enuma elish
(Babylonisches Schöpfungsgedicht)













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