Donnerstag, 29. April 2010

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Jemand, der ohne Mutter groß geworden ist, weil diese das ganz kleine Kind nach der Scheidung nie mehr sah, und der deswegen in verschiedenen Pflegefamilien erzogen wurde, die Geld dafür bekamen, sich um das Kind und den Jugendlichen zu kümmern, ist vielleicht anfälliger als andere Menschen für die Haltung, dass Gefühle immer einen Nutzwert haben müssen, ja, dass man persönliche Beziehungen aufbaut nur zu einem ganz bestimmten Zweck. Zum Beispiel Frauen für paramilitärische Dienstleister, Wirtschaftsfaschisten und Spitzeldienste anzuwerben. Natürlich ist es nicht möglich, Frauen vor dieser Situation umfassend zu schützen, zumal manche das genügend gehirngewaschen vielleicht sogar später geniessen wird, um dann selber den Weg der Spitzel-Prostitution zu gehen. Es ist zu bis zu einem gewissen Grad eine freie Entscheidung. Möglich ist aber auf jeden Fall, insbesondere Frauen zu informieren und ihnen die (persönlichen) Folgen ihrer Handlungen sowie den Arbeitsauftrag ihres angeblichen Partners, Zuhälter und Romeo, so nannte - nicht nur die Stasi - eigens zu diesem Zweck ausgebildete Agenten - deutlich vor Augen zu führen. Da braucht es nicht erst die Aufforderung zur Zeugenaussage sowie die Mitteilung, dass ihre Aktionen nicht unbemerkt bleiben, und sie ihre Angehörigen, ihre Kinder damit eventuell in Gefahr bringt. Der Holdenhof wird auch in diesen Fällen Aufklärungsarbeit in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen leisten. Eine entscheidende Frage ist zudem, inwieweit aufgrund von kollektiven und kulturgeschichtlichen Faktoren eine latente bis offene Frauenfeindlichkeit vorhanden ist, die diese Strukturen begünstigt.













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