Dienstag, 20. April 2010

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Es sind Fotos, die zeigen, dass sich sehr behutsam unterstützt ein Gefühl für die Verbindung von Geist UND Körper entwickeln kann, so, wie wir es auch bei vielen Philosophinnen (Siehe: Ausstellung) in ihren Schriften wiederfinden, wenn sie nicht zu denen gehörten, deren Werke in der Bibliothek von Alexandria vom aufgehetzten wütenden Mob zerstört wurden. Immer mehr Philosophinnen überwinden die Hürden der jahrtausendealten Misogynie, ein Umstand, den ich sehr gerne auch in der Auswahl der Lektüre im Fach Philosophie wiederfinden würde. Es wird höchste Zeit. Denn dann kommen wir vielleicht viel eher zu dem Zustand, bei dem im Auge manches Betrachters nicht gleich der Nutzwert des zu Betrachtenden steht, es sei denn, dieses ist der ausdrückliche Zweck, und wir erleben vielleicht nicht mehr, dass mancher Reformpädagoge und Theologe seine Schützlinge als dienstbare Objekte betrachtet. Es soll übrigens auch Väter geben, die ihre Mädchen zuhause am Tisch vor allen anderen anpfeifen, diese sollten gefälligst die Beine zusammenhalten. Würde ich offiziell von solch einem Fall erfahren, ich wüßte, was ich vor allen anderen auf der nächsten Elternversammlung dazu sagen würde.




Bild: Marit Rullmann, Sophias Weisheiten: 'Mit Zitaten von rund 100 Philosophinnen und einigen Schriftstellerinnen aus drei Jahrtau-senden zeigt Marit Rullmann, dass Frauen schon immer philosophiert haben. Ob über "Leib und Seele", "Geburt und Tod", "Liebe und Freundschaft", "Denken und Fühlen", "Freiheit und Verantwor-tung"., "Recht und Gerechtigkeit", "Frauen und Männer", "Sprache und Kommunikation", "Geschichte und Patriarchat" - quer durch alle Zeiten und zu allen Themen hat sie in diesem reichhaltigen Zitaten-Schatz Gedanken von Denkerinnen und Dichterinnen zusammen-getragen.'












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