Dienstag, 20. April 2010

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Die deutsche Presse hat sich nicht einbetten lassen vom Gastgeber-land Deutschland für die seit dem 12. April laufenden NATO-Übungen, die aus irgendwelchen Gründen nahezu zeitgleich mit einem besonders beeindruckenden Naturspektakel stattfinden und deshalb ein wenig ins Stocken geraten. So wie die Luftwaffe jedenfalls hier auf englisch berichtet, auf der deutschen Seite stehen keine aktuellen Einträge. (Update: Aktueller Eintrag ist da). Das Schweigen erspart der deutschen Presse alle Kommentare und eigenen Stellungnahmen sowie aufwändige Wortfindungen für die Wörter Krieg gegen den Terror, Verdeckte Kriegsführung oder Weltkrieg. Es ist mühselig und für den eigenen Standort manchmal nicht ungefährlich, die Folgen und Ursachen eines weltweit ausufernden Kapitalismus hin zu einem Wirtschaftsfaschismus und einer zunehmenden Militarisierung zu erklären. Es ist ein Klima entstanden, in dem viele große Unternehmen mit allen Mitteln und Methoden arbeiten, wieder einmal spalten sich Gesellschaften, und Sündenböcke müssen als Ablenkung und Tarnung eigener Taten herhalten. Es ist mühselig, Ursache und Wirkung von religiösem Fundamentalismus zu analysieren, die Folgen eines patriarchal religiösen Monotheismus zu erkennen. Und sie dann zu ändern. Die Rolle des Internets? Wie viele Unternehmer und MitarbeiterInnen in der Milliarden-Industrie der Massenmedien hätten aufkommende Neuerungen wie das Internet und die bösen Blogs am liebsten gelöscht, was schließlich nicht weiter tragisch gewesen wäre, da es sich bei deren Nutzern sowieso nur um durchgeknallte Nerds, Spinner, Paranoide, frustierte Hausfrauen und Verschwörungs-theoretiker handelt, die das Wort HAARP einfach per Copy and Paste von der rechtsprofessionellen Esoterik-Seite ins eigene Blog setzen. Wie dumm muß man sein, um Blogs aus anderen Ländern zu lesen? Wie dumm, sich eine eigene Meinung zu bilden, indem man im Internet nach anderen Informationsquellen sucht. Wie dumm zu glauben, dass irgendwo noch ein nicht eingebetteter Blogger schreibt. Die Erde ist eine Scheibe. Und als Gatekeeper, als Opinion Leader hält man lieber am eigenen Weltbild fest, selbst wenn das vom vielen Tauchen ganz trübe wurde. Notfalls wird halt mal mutig geschwiegen. Die dadurch gewonnene Zeit kann man ja für die therapeutische und finanzielle Aufarbeitung der Folgen von inniger Zusammenarbeit nicht erst seit dem 11. September 2001 nutzen, Methoden wie Trigger-Tiger-Tanks inklusive. ISLA-LeserInnen kennen das Wort.
Fragen über Fragen, die auftauchen. Über was will man eigentlich in Zukunft noch berichten? Wer glaubt einem noch, denn das Schweinchengrippe-Spektakel ist allen schließlich nur zu gut in Erinnerung. Die Beschreibung der Arbeit des Pekinger Wetter-änderungsamtes ist auf Dauer auch nicht allzu interessant für deutsche LeserInnen, und Jörg Kachelmann hat im Moment keinen Ausgang. Macht man weiter Öffentlichkeitsarbeit? Übrigens: Inwieweit wurden im Vorfeld Entschädigungszahlungen für den privaten Luftverkehr verhandelt, der von militärischen Luftübungen natürlich nichts wußte?
Wer sind die paramilitärischen Dienstleister, die nicht nur Geschichten von den 10 kleinen Bloggerlein erfinden? Und da waren es plötzlich nur noch? Ja, Ihr erinnert Euch gewiss, Ihr Helden vom Online-Magazin ganz in grau.
Gestern fand eine Pressekonferenz der Luftwaffe statt, wie man unter "Notes to the Press" lesen kann. Wer will, für den ist hier auf englisch ein Überblick über die Military/NATO-Live Exercises and Events. (Update: Sorry, sehe gerade, bei den Links unten drunter ist ein faules Ei dabei!) Im AWACS-Stützpunkt Geilenkirchen bat die Bundeswehr die Bevölkerung um Entschuldigung für eventuell aufkommende Lärmbelästigungen, wie ich hörte. Nur die Anzahl an Tonnen gefallener Vulkanasche habe ich nirgendwo gefunden.













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