Mittwoch, 17. März 2010

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"Günter Grass hat jetzt Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) in einem Schreiben aufgefordert, ihm Einsicht in seine westdeutschen Geheimdienstakten zu gewähren. "Ich möchte eine gesamtdeutsche Sicht haben", begründet der Literaturnobelpreisträger sein Anliegen. Das wäre für ihn interessant, so Grass, denn er glaube, "dass die Informanten-sprache im Bundesnachrichtendienst sich in manchen Bereichen nicht wesentlich von dem unterscheidet, was in der DDR zu Papier gekommen ist".
Es wäre nicht nur für Günter Grass interessant, sondern auch für die Öffentlichkeit in West und Ost. Wir bekämen endlich ein Gesamtbild der Lage, wenn auch auf dem empfindlichen Gebiet der Geheim-dienste zusammenwachsen könnte, was doch eindeutig zusammen-gehört."






Anmerkung: Möchte die Frankfurter Rundschau und der strecken-weise detailliert informierte Dumont-Verlag etwa auch im eigenen Haus aufräumen? Und wie steht es aktuell um die brüderlich gladiose Vereinigung, gegründet direkt nach dem Zweiten Weltkrieg, deren Zusammenarbeit nach dem 11. September 2001 noch intensiver auf deutschem Boden organisiert wurde? Inwieweit wurden und werden auf der Grundlage äußerst rechts gelegender Weltanschauungen im gezielten Einsatz gegen linke und kapitalismuskritische Tendenzen Bewegungen unterwandert? Interessant ist auch die Frage, inwieweit der Bund deutscher Matratzen in gladiosen Vereinen aufgegangen ist. Wie intensiv war und ist beispielsweise die Betreuung der Nachkommen des Holocaust? Der Wiedervereinigung von Opfern, Tätern und deren Nachfahren, zumal ehedem eher links orientierten Nachfahren von Opfern, scheint mir an manchen Stellen doch allzu intensiv nachgeholfen worden zu sein, die Vereinigung unter Gladio-Dächern eine allzu rechte Schlagseite zu haben, natürlich alles in der ach so hehren Absicht, wütende Herzen zu wandeln und dann gemeinsam Demokratiefeinde und allzu wirkmächtige KapitalismuskritikerInnen zu fangen. Hoffentlich hat manche/r so genannte SpinnerIn und WeltverbessererIn gewusst, was wird, und einen Schritt voraus gedacht.












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