Mittwoch, 24. März 2010

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"Es war keine Kräuterhexe, die uns beibrachte, beim Bohnenlegen Haare in die Saatrille zu tun, sondern ein Friseur, der seinen Salon aufgegeben hatte, um auf dem Lande Invaliden und älteren Pensionären in deren Häusern die Haare zu schneiden. Er trauert seinem Salon nur deshalb nach, weil er heutzutage, wo er alleine arbeitet, weniger Haare sammeln kann.
Überlandbusse sind besonders gut geeignet, um Kräuterweiblein zu treffen. Als eine von uns während einer Fahrt diesen Tip einer Nachbarin weitergab, erzählte diese, daß ihre Großmutter alte Roßhaar-matratzen für diesen Zweck zu zerzupfen pflegte, und daß sie sowohl ausgekämmte Haare ihrer Hunde und Katzen als auch ihre eigenen und die ihrer Kinder dafür verwendete. Kleine Schädlinge im Boden würden sich darin verfangen, berichtete sie, und Roßhaar wäre fest und scharf genug, um sie totzustechen. Jeder, der je als Kind mit bloßen Beinen auf einem Roßhaarsofa gesessen hat, wird das gerne glauben; aber Wissenschaftler haben nun auch herausgefunden, daß Haare voller wertvoller Mineralien und chemischer Stoffe sind und Spurenelemente liefern, die sonst nicht so leicht zu liefern sind."







Maureen Boland, Bridget Boland:
Was die Kräuterhexen sagen. Ein magisches Gartenbuch












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