Freitag, 19. März 2010

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"Neben Wehrmachtsoffizieren holte Gehlen sich auch zahlreiche ehemalige Angehörige der Gestapo, des Sicherheitsdienstes (SD) und anderer Organe des NS-Regimes in seinen Dienst. Sie konnten die zu Zeiten des "Dritten Reichs" erworbenen Kenntnisse anwenden und bekamen oft eine neue Identität, die sie vor Konsequenzen für ihre NS-Vergangenheit schützte. Dass die neuen Verteidiger der Demokratie zuvor an Massenerschießungen, der Organisation des Holocaust und der Verfolgung von Gegnern des NS-Regimes beteiligt gewesen waren, kümmerte weder die BND-Führung noch den US-Geheimdienst, der die Personalpolitik absegnete.
Jetzt hat der BND erstmals geheime Akten freigegeben, die zeigen, in welchem Umfang der Dienst Ex-NS-Schergen beschäftigte. Die Zentrale Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg bestätigte der FR, dass sie Akten einer BND-internen Ermitt-lungsgruppe von Mitte der 60er Jahre im Bestand hat. Die Akten kann auf Antrag einsehen, wer Forschungs- oder journalistisches Interesse nachweist."













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