Montag, 15. März 2010

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'Um "Bildung in der Demokratie" soll es gehen, doch davon will am Montag bei der Pressekonferenz an der Universität Mainz niemand mehr etwas wissen. Stattdessen müssen sich die Erziehungs-wissenschaftler zum sexuellen Missbrauch in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen äußern. Sie tun das gern auf einer theoretischen Ebene. Doch sobald die Namen Hartmut von Hentig und der seines Lebensgefährten und des Missbrauchs beschuldigten Gerold Becker fallen, windet sich die Zunft. Es wäre leichter, einen Frosch mit der bloßen Hand zu fangen als eine klare Aussage aus der offiziellen Stellungnahme zu fischen.'






"Künftigen Lehrern und Sozialpädagogen müsse schon in der Ausbildung vermittelt werden, wie sie ein Vertrauensverhältnis mit Schülern aufbauen könnten, ohne Grenzen zu überschreiten, sagte der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Erziehungs-wissenschaft, Rudolf Tippelt, nach der Eröffnung eines Pädagogenkongresses in Mainz. Tippelt warnte davor, wegen der massiven Missbrauchsvorwürfe an der privaten Odenwaldschule im hessischen Heppenheim die Erfolge der Reformpädagogik insgesamt infrage zu stellen. In einer Erklärung hatte der Zusammenschluss der in Deutschland tätigen Erziehungswissenschaftler seine Betroffenheit über die Missbrauchsskandale zum Ausdruck gebracht. Es sei erschreckend, dass sich die Übergriffe teils "im Gewand der Reformbestrebungen" ereignet hätten. Die Missbrauchsfälle dürften nicht dazu dienen, "die Demokratisierung der pädagogischen Praxen in den zurückliegenden gut dreißig infrage zu stellen", heißt es in der Erklärung. Die Forderung nach einer "autoritären Neuakzentuierung" in der Erziehung sei falsch."






Es kommt eben doch immer auf den Charakter und das eigene Weltbild der PädagogInnen an.












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