Montag, 22. März 2010

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"Gleichwohl mahnt der scheidende Wehrbeauftragte Reinhold Robbe, die Studie sehr ernst zu nehmen".
In Diskussionen bei der Bundeswehr beruft man sich gerne auf das Argument des Spiegelbilds der Gesellschaft. Meine Erfahrung als Referentin: Die Unteroffiziersgrade könnten wesentlich mehr Politische Bildung sowie internationalen Austausch gebrauchen. Die Rattenfänger der Neuen Rechten setzen auch auf rassistische Stereotypen, Unsicherheit mangels Bildung und eines darauf aufbauenden dualistischen Elitebildes: Wir - Die anderen. Genauso wie manch esoterischer Guru, der darauf hofft, dass seine angeblich exklusiv zu erleuchtenden AnhängerInnen nicht allzu viel Ahnung von Kulturgeschichte haben. Ich plaudere außerdem sicher nicht zuviel aus dem Nähkästchen, wenn ich andeute, was eingezogene wehrpflichtige Abiturienten über das dringend hierachiebedürftige Verhalten manches Unteroffiziers ohne Abitur sagen. Ein starker Ton, frei von Argumentation. Aber natürlich nicht nur exklusiv in dieser Gruppe vorhanden. Ich halte daher übrigens Stimmtraining auch nur für begrenzt überzeugend. Eine stark trainierte Stimme ohne Inhalt klingt wie ein hohler Krug. Man sieht nach und wendet sich enttäuscht, ja, manchmal sogar ein wenig angewidert vom gekünstelten Klang ab. Daher: Lieber etwas weniger Stimmtraining, schrill klingende, aber authentische Aussetzer oder eine vor Wut zitternd Stimme inklusive, dafür etwas mehr Inhalt.












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