Mittwoch, 17. März 2010

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'Doch nicht nur das liberale Judentum, in dem Frauen und Männer auch im religiösen Kultus völlig gleichberechtigt sind, befindet sich im Aufwind. Auch auf der orthodoxen Seite des Spektrums machen sich bisher kaum bekannte Kräfte mit Nachdruck bemerkbar. Die Bewegung Chabad Lubawitsch, die vor allem aus den USA mit reichhaltigen Spenden unterstützt wird, unterhält in Berlin ein großes, prächtiges Bildungszentrum mit einer architektonisch eindrucksvollen Synagoge. Chabad ist eine Art geistige Erweckungsbewegung des Judentums, die ihre Ursprünge im 18. Jahrhundert hat und im Dreiklang von "Weisheit", "Einsicht" und "Wissen" die emotionale ebenso wie die intellektuelle Seite des Judentums zur Blüte bringen will.
Bei Gottesdiensten der Lubawitscher herrschen strenge religiöse Regeln. Frauen sind im Gottesdienst von den Männern separiert und sitzen auf der Empore. Der Berliner Vorsitzendes Bildungszentrums, Rabbiner Yehuda Teichtal, der in den 90er-Jahren aus den USA kam, wehrt sich aber vehement gegen die Etikettierung seiner Bewegung als "ultraorthodox".'












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