Sonntag, 28. Februar 2010

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Der unten zitierte Text ist in der Essenz zwar richtig, aber gerade in den nicht zitierten Stellen auch zu lesen als ein Angriff gegen die Matriarchatsforschung und matriarchale sowie matriarchal spirituelle Kulturen, außerdem der immer wieder unternommene Versuch, diese mit rechtsextremen Gruppen in Verbindung zu setzen. Es ist richtig, dass Teile der aus der theosophischen Bewegung entstandenen Gruppen versuchen, als Trojanische Pferde in die Matriarchats-forschung zu gelangen, was dieser allerdings vollkommen widerspricht. Um es etwas platt zu formulieren: Weise werdende Frauen brauchen weder (männliche) Gurus noch den Segen einer angeblich elitären eingeweihten Gruppe für den eigenen inneren Weg. Und erst recht nicht für den äußeren Weg der Veränderung. Wo sie sich gerade befindet, das sieht, fühlt und merkt die weise werdende Frau ganz alleine, kann sich aber natürlich über ihre eigenen Erfahrungen mit anderen austauschen.
Sie braucht dafür auch keine interessegebundenen Gruppen mit Trigger-Tiger-Tank, die die Isis-Verehrung in Ägypten schon mal versuchen, als das goldene Zeitalter der (Tempel)-Prostitution zu diffamieren und die Weisheit des Körpers nicht mit dem Geist in Verbindung wollen. Gruss auch an diese gut informierte, vor einiger Zeit nach Köln gezogene und triggertigernde 'Abteilung Wettermacher'. Wie du ja selber so trefflich formuliert hast. Danke für die Rose!




Zitat: " ... Notwendig ist außerdem die Etablierung von Gruppen mit basisdemokratischer Verfassung. Hierdurch verschwinden die oben erläuterten Mißstände und setzen das wahre Potential der Religion und ihrer Anhänger frei, anstatt es für Herrschaftsallüren und Grabenkämpfe in der Heidenszene zu vergeuden. Selbiges gilt für die peinliche Scharade der Einweihungen, Initiationsgeheimnisse und was dergleichen angestaubte Versatzstücke eines vor sich hin modernden Okkultismus mehr sind. Sie laden nur dazu ein, ein System zur unterschiedlichen Bewertung von Menschen zu schaffen, und das darf eine Naturreligion nicht. Die oben in einem ausführlicheren Zitat beschriebenen "primitiven" Gesellschaften kennen dergleichen Hokuspokus nicht. Initiationen dürfen nicht zu Hierarchienbildung dienen, und in denjenigen Gesellschaften, in denen Initiationen existieren, dienen sie zur Bewältigung der Übergänge zwischen Lebensabschnitten, nicht dem Eintritt in eine elitäre Kaste. Und was den dort erwähnten Schamanen angeht: dieser ist ein ganz normales Gemeinschaftsmitglied, das seine besonderen Fähigkeiten der Gemeinschaft zur Verfügung stellt wie ein guter Bogenmacher oder Jäger auch, er ist kein Miniaturpapst, wie wir sie aus der Heidenszene zur Genüge kennen.
Ein radikaler Bruch mit der braun verfilzten Heidenszene ist ebenfalls dringend geboten, eine Szene ist kein Ort für Natur-religion, wie wir in "Rassismus und Szene" gesehen haben. Aufgrund all dessen sollte jeder, der an der Etablierung von Naturreligion in der Gegenwart interessiert ist, die kritischen Wicca unterstützen."












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