Sonntag, 28. Februar 2010

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"Auch in Italien - so berichtet Alberto Franceschini, Gründungs-mitglied der Roten Brigaden - zeigte sich die erste Generation der Roten Brigaden nicht bereit für eine deutliche Zusammenarbeit mit Geheimdiensten.[5] Erst nach Ausschaltung des Gründungskerns 1974 über Verhaftung und gezielte Tötungen bei Polizeieinsätzen bestand in den sich transformierenden Roten Brigaden dafür größere Disponibilität. Und dies über den schon in der Anfangszeit durch besondere Militanz sich auszeichnenden so genannten Superclan der ersten Stunde, der nun wieder auftauchte, die Führung übernahm und seinen clandestinen Sitz in der Hyperion-Sprachenschule in Paris aufschlug. Dort gingen, wie die italienische Justiz 1981 ermittelte, Ost- und Westagenten ein und aus.[6] Paris wurde auch intensiv von RAF-Mitgliedern der zweiten Generation aufgesucht, die engere Kontakte mit der Stasi hatte. Eine konkrete Aufklärung der Beziehung der RAF zu dieser hochbrisanten Hyperion-Schule steht noch aus.
Es gab also auch in der Entwicklung ihrer Organisationen ganz ähnliche Stationen bei den Roten Brigaden und der Roten Armee Fraktion. Fast zeitgleich mit der Verhaftung des historischen Kerns der Roten Brigaden erlaubte sich Geheimdienstchef Vito Miceli vor einem Gericht den Lapsus:




Von nun an werdet ihr nicht mehr vom rechten Terrorismus hören, sondern nur noch von dem anderen.[7]




Daraus kann nur geschlossen werden, dass man spätestens zu diesem Zeitpunkt die zukünftigen Terroristen im Griff hatte. Dass die Kooperation fortschreitet, zeigt die spätestens 1978 erfolgte Aufnahme eines östlichen Geheimdienstes in das ursprüngliche Gremium westeuropäischer Geheimdienste "Club di Berna", in dem über das Vorgehen im Terrorismus beraten wurde."











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