Donnerstag, 28. Januar 2010

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"Zum 13. Mal veranstaltet die Verlagsgruppe Behördenspiegel in Berlin den "Europäischen Polizeikongress". Die Veranstaltung wird von der Sicherheitsindustrie finanziert, die dafür mit zahlreichen Pavillons präsent ist und in der Kaffeepause zum gemütlichen Plausch lädt. Auf den Webseiten der Industrie firmiert der Kongress als Messe. Laut Veranstaltern wird die "größte internationale Fachkonferenz für Innere Sicherheit in der Europäischen Union" von 1.200 Teilnehmern aus 60 Ländern besucht, darunter Beamte von Kriminal- und Schutzpolizeien, Grenzpolizeien, Geheimdiensten und privaten Sicherheitsfirmen. Die thematischen Panels wechseln sich ab zwischen Rednern aus Politik und Wirtschaft, wobei die Reihenfolge der Industriedozenten durch ihr Finanzierungsvolumen für den Kongress bestimmt ist ("Gold-, Silber- und Bronze-sponsoren")."





Als Schwerpunkt wurde mit "Globale Sicherheit - Herausforderungen für Europa" wieder ein "umfassender Ansatz" gewählt. "Sicherheit" wird als gemeinsame Anstrengung von Polizei, Geheimdiensten, Militär, Sicherheitsforschung und Sicherheitsindustrie verstanden. Nach der Begrüßung durch den deutschen Innenminister legt ein Industriesprecher seine Sicht auf die globale Sicherheit dar. Markus Hellenthal, nach seinem Wechsel von EADS nun Vorsitzender der Geschäftsführung des Rüstungskonzerns Thales, doziert zu "Vernetzte Sicherheit in Europa – Beispiele aus der Wirtschaft". Hellenthal gilt seit Jahren als Repräsentant der Sicherheitsindustrie, der auf internationalen Veranstaltungen den neuesten Stand technischer Machbarkeit von Überwachung und Kontrolle referiert.










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