Donnerstag, 28. Januar 2010

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Heute, kurz nach Mitternacht, zeigte die ARD den Film Leo Katzen-berger: "Es war ein Angriff gegen das deutsche Blut, geschützt in der Trägerin, der deutschen Frau. Daß der Jude zum Tode verurteilt wurde, war schon in Ordnung.” Und: “Wir haben nicht irgendein Urteil gemacht, sondern es war ein rechtsschöpferischer Akt. Die Juden mußten vor den deutschen Frauen abgeschreckt werden, und auf diesem Gebiet haben wir wirklich etwas geleistet.”





"Das Urteil des Nürnberger Schwurgerichts aus dem Jahr 1968 liest sich seltsam, denn es enthält auch das Urteil des Sondergerichts von 1942. Die Jahre 1942 und 1968 verwirren sich bei der Lektüre des Urteils, auf das ein Schwurgericht der Bundesrepublik gegen zwei Beisitzer eines Sondergerichts unter Hitler erkannt hat. Wiederholt ist dort, im Zitat aus dem Jahr 1942 oder eigenen Feststellungen des Schwurgerichts von 1968, von Irene Seiler, geborene Scheffler, die Rede; von jener 1942 mit Leo Katzenberger angeklagten und wegen Meineids verurteilten jungen Frau, mit der Leo Katzenberger "Rassenschande" getrieben und "ein Verbrechen wider den Leib der deutschen Frau" begangen haben soll.






"Frl. Scheffler war eine temperamentvolle, attraktive junge Dame von leichter Lebensart, die sich Männerbekanntschaften und auch dem intimen Umgang mit Männern nicht abhold zeigte. Ihr Photo-geschäft ging nicht gut. Sie befand sich häufig in Geldverlegenheit und ließ sich mitunter auch von ihren Freunden mit Geld aushelfen."
"Als die Angeklagte Seiler im Jahr 1942 nach Nürnberg übersiedelte, war sie im Alter von 22 Jahren ein vollaufgewachsenes, geschlechtsreifes Mädchen. Sie zeigte sich auch nach ihren eigenen, insoweit glaubhaften Angaben -- im Umgang mit Freunden geschlechtlicher Hingabe nicht unzugänglich."










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