Donnerstag, 31. Dezember 2009

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"Angeblich wurden, so berichtet Sayyed, für die Vergewaltigungen Basidsch aus einer anderen Stadt gerufen. Die lokalen Basidsch wollen sich dagegen gewehrt und bei einem Vorgesetzten beschwert haben. "Wir sagten: Was soll das? Sexueller Missbrauch ist ein schweres Verbrechen. Wer hat diesen Befehl gegeben?" Der Vorgesetzte habe "ruhig mit einem Lächeln" geantwortet: "Dies hilft dem Sieg. Es ist eine gute Tat. Nichts ist falsch daran. Warum beschwert ihr euch?"




Wie glaubwürdig ist Sayyed?
Zu den Vorwürfen des Basidsch will sich die iranische Botschaft in London auf ARD-Anfrage nicht äußern. Der Sender "Channel 4" gibt an, die Authentizität des flüchtigen Miliz-Mitglieds überprüft zu haben. Die Reporterin Lindsey Hilsum schreibt in ihrem Blog, dass sich die Aussagen Sayyeds mit vielen Augenzeugenberichten aus dem Iran deckten.




Die Basidsch bieten jungen Iranern oft den Ausweg aus der Armut: Ihre Mitglieder stammen vor allem aus ländlichen Gebieten und den Vororten der Städte. Sie werden oft schon mit zwölf oder 13 Jahren rekrutiert. Ein Platz an der Universität ist ihnen sicher, wenn sie studieren wollen. Mit Loyalität zum Regime erkaufen sie sich Vorteile in Ausbildung und Lebensstandard.
Schon in den 1980-er Jahren setzte der Iran im Krieg mit dem Irak Kinder und Jugendliche ein. 1983 wurden mehr als 200 von ihnen von irakischen Truppen gefangen genommen. Der UN-Ausschuss für Menschenrechte appellierte daraufhin an den Iran, auf die Rekrutierung und den Einsatz von Kindersoldaten zu verzichten."









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