Mittwoch, 23. Dezember 2009

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'Für den Fall der Fälle gab Hubbard seinen Agenten folgenden Ratschlag: "Lokalisiere die möglichen Ärgernisverursacher, indem du nach Leuten Ausschau hältst, die Gerüchte verbreiten. Finde dann den Unterdrücker und "drück ab". Ruhe wird eintreten. Tech ist drinnen. (Fußnote)
Zum Ausbildungsprogramm des Guardian's Office gehörten folglich Tipps, wie man richtig "abdrücken" sollte. Die Novizen lernten, anonyme Morddrohungen gegen Journalisten zu verfassen, Rufmordkampagnen gegen missliebige Kritiker anzuzetteln, Zeitungsausschnitte zu fälschen und Einbrüche zu planen und durchzuführen. Hubbards geheimdienstliches Curriculum, der Guardian's Office Intelligence Training Course umfasste 800 Seiten und enthielt Kapitel über das Abhören von Telefonen, Kampagnen zur Erzeugung von Psychosen, das bewusste Streuen von Gerüchten und alle denkbaren Arten von Desinformation - für eine "Kirche" sicher ein einzigartiges Dokument. (Fußnote) Mit seiner Hilfe wurden Scientology-Pressesprecher darauf gedrillt, die Medien bewusst zu belügen. Damit lernten sie die Rollback Technology, die gezielte Indiskretionen und durch das Streuen von Gerüchten Misstrauen und Feindschaften zwischen der Zielperson und ihren Freunden, Kollegen, Bekannten sät. Weitere Mittel der Kritikerbekämpfung fungierten unter so sprechenden Titeln wie Dirty Tricks, Dead Agenting (den Gegner zerstören) oder dem altem Geheimdienstcode Black Propaganda für Verleumdungstechniken. Das Repertoire scientologischer Aufklärungs- und Abwehrmethoden war von Diensten wie der CIA abgekupfert, entsprechend ausgetüftelt worden.'





Aus:
Frank Nordhausen - Liane v. Billerbeck, Scientology. Wie der Sektenkonzern die Welt erobern will.









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